Kartoffeln im Fokus
Trockenheit lässt Erdäpfelernte 2026 geringer ausfallen

AMA-Marketing nimmt den Tag des Erdapfels zum Anlass, auf die Situation der heimischen Erdäpfelproduktion aufmerksam zu machen. Nach dem trockenen Sommer wird 2026 mit geringeren Erträgen und etwas kleineren Knollen gerechnet.

Anlässlich des Tags des Erdapfels am 18. September zieht die AMA-Marketing eine Bilanz der heurigen Saison. Vor allem die Trockenheit im Sommer habe den Anbau erschwert. "Auch bei den Erdäpfeln werden die Knollen heuer etwas kleiner sein und der Ertrag wird aufgrund der Trockenheit im Sommer 2026 geringer ausfallen. Aber eines können wir klar sagen: Die Qualität ist hoch", sagt Lorenz Mayr, Erdäpfelbauer und Aufsichtsratsvorsitzender der AMA-Marketing.

Nach Angaben der Organisation führt der österreichische Lebensmitteleinzelhandel AMA-Gütesiegel-Erdäpfel flächendeckend. Das Siegel dürfen ausschließlich Speiseerdäpfel der Qualitätsklasse 1 tragen. Es steht laut AMA-Marketing für geprüfte Qualität, nachvollziehbare Herkunft und unabhängige Kontrollen entlang der Wertschöpfungskette.

54 Kilogramm Erdäpfel pro Kopf

Erdäpfel spielen im österreichischen Speiseplan weiterhin eine wichtige Rolle. 2025 wurden hierzulande durchschnittlich rund 54 Kilogramm pro Kopf konsumiert. AMA-Marketing-Geschäftsführerin Christina Mutenthaler-Sipek sieht deshalb auch die Kaufentscheidung der Konsument:innen als Faktor für die heimische Produktion. "Gerade in einem Jahr, in dem Wetterextreme und steigende Kosten die Landwirtschaft vor große Herausforderungen stellen, ist die Entscheidung am Einkaufsregal ein wichtiges Signal. Erdäpfel sind ein fixer Bestandteil des österreichischen Speiseplans", sagt Mutenthaler-Sipek.

Die AMA-Marketing stellt dabei insbesondere die Bedeutung regionaler Produktion für die Versorgungssicherheit in den Mittelpunkt. "Gerade bei einem Grundnahrungsmittel wie dem Erdapfel zeigt sich, wie wertvoll eine starke regionale Produktion ist. Was wir aus dem Regal nehmen, wird wieder nachgeschlichtet, und was nachgeschlichtet wird, muss auch wieder produziert werden", so Mutenthaler-Sipek.

Niederösterreich ist das Zentrum des Erdäpfelanbaus

Der heimische Erdäpfelanbau konzentriert sich stark auf Niederösterreich. Rund 77 Prozent der österreichischen Anbaufläche befinden sich laut AMA-Marketing in diesem Bundesland. Weitere bedeutende Anbaugebiete liegen im Burgenland und in Oberösterreich. Rund 20 Prozent der Anbauflächen werden biologisch bewirtschaftet. 2026 bauen insgesamt 1.071 Speiseerdäpfel-Produzent:innen nach den Richtlinien des AMA-Gütesiegels an. Gemeinsam kultivieren sie auf 10.800 Hektar Speiseerdäpfel in AMA-Qualität. Von den 1.071 teilnehmenden Betrieben sind 257 Biobetriebe.

Die AMA-Marketing verbindet den Tag des Erdapfels auch mit einem Appell, beim Einkauf auf Herkunft und Qualität zu achten. Die bewusste Entscheidung für heimische Ware soll nach Ansicht der Organisation dazu beitragen, die regionale Produktion langfristig abzusichern.

www.amainfo.at

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