Global Wealth Report 2026
So viel Vermögen besitzen Österreicher im Durchschnitt

| Tobias Seifried 
| 07.09.2026

Erwachsene kommen hierzulande laut aktueller Analyse rechnerisch auf ein ziemlich hohes Nettovermögen, wobei wenige Superreiche den Schnitt nach oben treiben. Dennoch sind die Zahlen – auch im Ländervergleich – interessant.

Wie vermögend sind die Menschen in Österreich? Eine Antwort darauf liefert der aktuelle Global Wealth Report 2026 der Schweizer Großbank UBS. Demnach verfügt eine erwachsene Person hierzulande über ein durchschnittliches Nettovermögen von rund 243.000 Euro. Österreich erreicht damit im internationalen Vergleich Rang 22.

Die Zahl klingt zunächst beachtlich. Sie sagt allerdings nur bedingt etwas darüber aus, wie viel Vermögen ein Großteil der Bevölkerung tatsächlich besitzt. Denn besonders hohe Vermögen einzelner Personen ziehen den Durchschnitt deutlich nach oben.

Typisches Vermögen liegt bei rund 62.000 Euro

Ein anderes Bild liefert deshalb der Median. Dafür werden sämtliche Erwachsenen entsprechend ihrem Vermögen gereiht. Der Wert in der Mitte bedeutet, dass jeweils die Hälfte der Bevölkerung darüber beziehungsweise darunter liegt.

In Österreich beträgt dieses Medianvermögen laut UBS rund 62.000 Euro pro erwachsener Person. Damit landet Österreich weltweit auf Platz 27.

Die Differenz zum Durchschnitt ist erheblich: Während das rechnerische Vermögen pro Kopf bei rund 243.000 Euro liegt, kommt die Person in der Mitte der Vermögensverteilung lediglich auf etwa ein Viertel davon.

Vergleich mit Deutschland

Interessant ist auch der Vergleich mit Deutschland. Dort beträgt das durchschnittliche Nettovermögen laut Global Wealth Report 2026 pro erwachsener Person rund 301.000 Euro und liegt damit deutlich über dem österreichischen Wert. Beim Median dreht sich das Verhältnis jedoch um: Während dieser in Österreich bei rund 62.000 Euro liegt, sind es in Deutschland lediglich rund 46.000 Euro.

Die beiden Kennzahlen verdeutlichen damit auch, warum internationale Vermögensvergleiche mit Durchschnittswerten mit Vorsicht zu interpretieren sind. Wie stark Vermögen innerhalb eines Landes verteilt beziehungsweise konzentriert ist, lässt sich daraus allein nicht ablesen.

Was UBS zum Vermögen zählt

Bei den genannten Beträgen geht es nicht nur um Geld auf Spar- und Girokonten. In die Berechnung fließen auch Wertpapiere, Immobilien und andere Sachwerte ein. Davon werden bestehende Verbindlichkeiten wie etwa Wohnkredite abgezogen.

Das Ergebnis entspricht laut UBS somit dem Nettovermögen. Ansprüche aus der gesetzlichen Pension werden laut dem Bericht grundsätzlich nicht berücksichtigt, private Pensionsvorsorge hingegen schon.

www.ubs.com

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