Trotz Dürre
Kelly startet mit heimischen Erdäpfeln in die neue Chips-Saison

Das Unternehmen verarbeitet für seine Chips weiterhin ausschließlich österreichische Kartoffeln. Trotz Dürre erwartet man ausreichend Rohstoffe aus heimischem Anbau.

Kelly verarbeitet auch für die neue Chips-Saison ausschließlich Erdäpfel aus Österreich. Nach Angaben des Unternehmens kann der Bedarf trotz der anhaltenden Trockenheit durch die Zusammenarbeit mit mehr als 95 Vertragsbäuer:innen und landwirtschaftlichen Betrieben gedeckt werden. 

Die Witterung hinterlässt dennoch Spuren. Wie das Unternehmen mitteilte, rechnet es heuer mit kleineren Knollen und einer etwas geringeren Erntemenge.

Angepasste Größe und hitzebeständigere Sorten

Um trotz der schwankenden Erntebedingungen ausreichend Rohstoffe verarbeiten zu können, hat Kelly die Vorgaben für die Warenübernahme bereits in den Wintermonaten angepasst. Dadurch können Erdäpfel in einem breiteren Größenspektrum verwendet werden. Die übrigen Qualitätsanforderungen sollen nach Unternehmensangaben unverändert bleiben. Darüber hinaus arbeitet Kelly nach eigenen Angaben seit mehreren Jahren mit Kartoffelsorten, die besser mit hohen Temperaturen zurechtkommen. Ein größerer Teil der Ernte stammt zudem aus Gebieten mit Bewässerungsmöglichkeiten – etwa dem Marchfeld. 

"Unsere Kartoffelmanager:innen und -expert:innen sind im regelmäßigen Austausch mit unseren Vertragsbauern und beraten gemeinsam, welche Maßnahmen aufgrund der Trockenheit und der Klimaveränderungen ergriffen werden. Immer mit dem Bestreben vor Augen, bei schwankenden oder abweichenden Qualitätsstandards eine gemeinsame Lösung zu finden. Auch wenn die Kartoffeln heuer naturgemäß etwas kleiner ausfallen und die Erntemenge voraussichtlich etwas geringer sein wird, können wir garantieren, dass bei einer Packung Kelly’s Chips das Prädikat 'Made in Austria' eben tatsächlich auch zu 100 Prozent zutrifft", so Thomas Buck, Managing Director Operations bei Kelly. 

Erdäpfel aus mehreren Anbauregionen

Kelly verarbeitet nach eigenen Angaben jährlich rund 27.000 Tonnen österreichische Erdäpfel. Sie stammen unter anderem aus dem Marchfeld, dem Tullnerfeld, dem Weinviertel und dem Seewinkel. Für die Herstellung seiner Snacks verwendet das Unternehmen außerdem österreichisches Salz. Der jährliche Bedarf liegt laut Kelly bei rund 1.100 Tonnen.

Die Trockenheit stellt den heimischen Kartoffelanbau vor Herausforderungen. Hohe Temperaturen und geringe Niederschläge können die Entwicklung der Pflanzen und Knollen beeinträchtigen. Zudem können bestimmte Schädlinge von den klimatischen Bedingungen profitieren, erklärt Hannes Royer, Gründer des gemeinnützigen Vereins Land schafft Leben. Abschließend meint Royer: "Umso wichtiger ist es jetzt, dass wir beim Einkaufen bewusst hinschauen: Z. B. sind Produkte aus zu 100 Prozent österreichischen Kartoffeln auf der Verpackung gut sichtbar markiert. Denn wenn wir so gut es geht zu österreichischer Ware greifen, können wir unsere heimischen Erdäpfelbäuer:innen in dieser herausfordernden Zeit unterstützen."

www.kelly.at

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