Fotos vom Wirtschaftstreffen
RBI Executive Dinner versammelte Top-Entscheider in Alpbach

Im Rahmen des European Forum Alpbach kamen hochrangige Vertreter:innen aus Wirtschaft, Politik und Institutionen zusammen, um konkrete Projekte und Partnerschaften für den Wiederaufbau der Ukraine auszuloten.

Das European Forum Alpbach (EFA) steht heuer noch bis 4. September unter dem Motto "How Europe Wins" und bringt mehr als 4.000 Teilnehmer:innen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur zusammen. Neben den offiziellen Programmpunkten lebt das Treffen traditionell vom persönlichen Austausch, der sich vor allem am Rande der Panels und bei den abendlichen Veranstaltungen abspielt. Nach dem gemeinsamen Cocktail-Empfang von ORF und Joyn, der "Erste European Night 2026", dem Netzwerkabend der Energie AG oder dem Asfinag-Networking-Dinner lud am Mittwochabend nun auch die Raiffeisen Bank International (RBI) zu einer solchen. Das Executive Dinner unter dem Titel "Rebuild with Ukraine: Moving Ambition to Action" lockte rund 40 Top-Entscheider:innen aus Wirtschaft und Politik in den Böglerhof.

Aus Absichtserklärungen sollen Projekte werden

Begrüßt wurden die zahlreich erschienenen Gäste von Gastgeber Rainer Schnabl, Vorstandsmitglied der RBI, der erklärte, was hinter dem Veranstaltungstitel steckte. Das Finanzinstitut wollte damit Unternehmen, Investor:innen, öffentliche Institutionen und Partner:innen aus der Ukraine zusammenbringen, um aus Ideen und Initiativen konkrete Projekte entstehen zu lassen. Entsprechend eng war der Kreis gehalten, entsprechend hochrangig die Gästeliste.

Dahinter steht eine Einschätzung, die im österreichischen Wirtschaftsumfeld zunehmend geteilt wird. Der Wiederaufbau des Landes ist demnach nicht ausschließlich eine humanitäre und sicherheitspolitische Aufgabe, sondern auch eine wirtschaftliche Chance – gerade für heimische Betriebe, die in Bereichen wie Energie, Bau, Infrastruktur oder Umwelttechnik über einschlägige Expertise verfügen. Österreich zählte schon vor Kriegsbeginn zu den sechs größten ausländischen Investoren in der Ukraine. Die RBI, die seit 1998 mit ihrer Tochterbank vor Ort vertreten ist, sieht sich in dieser Konstellation als Bindeglied zwischen den Märkten. Unter dem Titel "Rebuild with Ukraine" bündelt das Institut seit geraumer Zeit seine Aktivitäten rund um den Wiederaufbau. Das Dinner in Alpbach war damit weniger einmaliger Programmpunkt als Teil einer laufenden Initiative.

Impulse aus Kiew und dem Außenministerium

Vor dem gemeinsamen Essen kamen zwei Redner zu Wort, die den Wiederaufbau von jeweils anderer Warte aus betreiben. Artem Rybchenko, stellvertretender Minister für Entwicklung von Gemeinden und Territorien der Ukraine, verantwortet in Kiew unter anderem die Instandsetzung der Infrastruktur, die Regionalentwicklung sowie die Abstimmung mit internationalen Partner:innen und Finanzinstitutionen.

Wolfgang Anzengruber wiederum ist seit dem Frühjahr 2025 als österreichischer Regierungskoordinator für den Ukraine-Wiederaufbau im Außenministerium angesiedelt und fungiert gemeinsam mit dem dortigen Point of Contact als zentrale Anlaufstelle für österreichische Unternehmen. Sein Schwerpunkt liegt auf kritischer Infrastruktur, Energieversorgung und dem Aufbau lokaler Kapazitäten. Beide Beiträge reichten von der unmittelbaren Kriegsrealität bis zu der Frage, wie sich die ukrainische Wirtschaft mittelfristig neu aufstellen lässt.

Networking mit hochkarätiger Gästeliste

Nach den Impulsen ging der Abend in ein informelles Dinner über. Der geschlossene Rahmen bot Gelegenheit, offen über mögliche Partnerschaften und einzelne Vorhaben zu sprechen.

Mit dabei waren unter anderem Wolfgang Hattmannsdorfer (Bundesminister für Wirtschaft, Energie und Tourismus), Evelyne Brandstetter (Head of Export & Agency Finance, RBI), Georg Leitner (Executive Assistant to the Board in Corporate & Investment Banking, RBI), Mariia Abdullina (Head of Financial Controlling Division, Raiffeisen Bank Ukraine), Wolfgang Wainig (Geschäftsführer, Töpfelhaus), Nikolaus Somogyi (Head of Industrials, RBI), Gerhard Oswald (Aufsichtsratsvorsitzender, Raiffeisen Landesbank Kärnten), Marco Porak (Geschäftsführer, IBM Österreich), Harald Kröger (Head of Group Structured Finance & Investment Banking, RBI), Reinhard Czerny (Finanzvorstand und CFO, Burgenland Energie), Rudolf Krickl (Territory Senior Partner und CEO, PwC Österreich), Eva Schinkinger (Finanzvorständin und CFO, Energie AG Oberösterreich), Johannes Thun-Hohenstein (Präsident, Institut zur Verteidigung der Europäischen Demokratien), Christoph Götze (Director Sales Europe Central, Frequentis), Nicole Reitinger (CFO, Ikea Österreich), Ivan Kyrylov (Chief of Staff, Artem Rybchenko), Claudia Memminger (Geschäftsführerin, Emmi Österreich), Clemens Niedrist (Generalsekretär, Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien und Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien), Markus Ludvik (Präsident, ÖAMTC), Katarina Dubajova (EFA-Stipendiatin), Bettina Gusenbauer (Leiterin Corporate Affairs, ÖBB-Holding), Michael Amerer (Geschäftsführer, Verbund Hydro Power), Yannick Shetty (Nationalratsabgeordneter, NEOS), Markus Mitteregger (CEO, RAG Austria), Alexander Kail (Managing Partner, Stanton Chase Austria), Roman Ermantraut (Head of Group Corporates, RBI), Martin Adamer (Director Finance, Škoda Group Austria), Margit Kendler (CFO, Greiner Packaging International), Alois Steinbichler (ehemaliger CEO, Kommunalkredit Austria), Ioannis Tsakiris (Vizepräsident, Europäische Investitionsbank), Wolfgang Petschko (Vorstandsdirektor, Donau Versicherung) und Aleksander Hycnar (EFA-Stipendiat).

LEADERSNET war vor Ort. Eindrücke finden Sie in unserer Galerie.

www.rbinternational.com

Kommentar veröffentlichen

* Pflichtfelder.

leadersnet.TV