Kooperation mit dem Verbund
Nach Bank und Mobilfunk steigt die Post auch ins Energiegeschäft ein

| Tobias Seifried 
| 02.09.2026

Noch im Herbst sollen die neuen Energietarife in rund 330 Filialen erhältlich sein. Anfang 2027 folgt die Ausweitung auf mehr als 1.350 Postpartner. Als Partner setzt man dabei auf den ebenfalls teilstaatlichen Energiekonzern Verbund.

Briefe und Pakete sind längst nicht mehr die einzigen Geschäftsfelder der Österreichischen Post. In den vergangenen Jahren hat der Konzern sein Angebot unter anderem um Bank- und Mobilfunkdienstleistungen erweitert. Nun kommt ein weiteres Geschäftsfeld hinzu: Gemeinsam mit dem Verbund will die Post künftig Strom- und Gastarife anbieten.

Beide Unternehmen, die Beteiligungen der Österreichischen Beteiligungs AG (ÖBAG) sind, haben dafür eine langfristige Zusammenarbeit vereinbart. Der Marktstart ist noch für diesen Herbst vorgesehen. Zunächst sollen die exklusiven, von Verbund bereitgestellten Tarife in rund 330 selbstbetriebenen Postfilialen sowie über digitale Vertriebskanäle erhältlich sein.

Vom Briefversand zur Plattform für Alltagsdienstleistungen

Für Post-Generaldirektor Walter Oblin ist der Einstieg ins Energiegeschäft Teil der breiteren Positionierung des Unternehmens. Erst im Frühjahr 2026 startete die Post mit ihrer eigenen Marke Yelllow in den Mobilfunkmarkt. Dabei setzt sie neben einfachen Tarifen insbesondere auf die persönliche Beratung über ihr dichtes Filialnetz (LEADERSNET berichtete). Langfristig peilt die Post mit Yelllow rund 300.000 Mobilfunkkund:innen an.

Nun soll dieses Prinzip auf den Energiemarkt übertragen werden. "Neben Paketen und Briefen haben wir unser Angebot in den vergangenen Jahren mit der bank99 und unserem Mobilfunkangebot Yelllow erfolgreich ergänzt. Gemeinsam mit Verbund bieten wir künftig auch Strom- und Gastarife an", sagt Walter Oblin.

Damit wolle die Post ihre Rolle als „moderne Grundversorgerin“ weiter ausbauen. Ein entscheidender Faktor dafür ist erneut das bestehende Vertriebsnetz: Insgesamt verfügt das Unternehmen über rund 1.700 eigene Filialen und Postpartner.

Ausweitung auf Postpartner folgt 2027

Nach dem Start in den eigenen Filialen soll das Vertriebsnetz bereits Anfang kommenden Jahres deutlich wachsen. Dann ist vorgesehen, die Energieangebote auch bei den mehr als 1.350 Postpartnern verfügbar zu machen.

Verbund bringt wiederum die Energieprodukte in die Kooperation ein. Beim Stromangebot setzt der Konzern laut Aussendung auf Strom aus 100 Prozent heimischer Wasserkraft. Das Unternehmen betreibt mehr als 130 Wasserkraftwerke in Österreich und Bayern.

"Gemeinsam mit der Österreichischen Post bringen wir den Zugang zu Strom- und Gasprodukten dorthin, wo Menschen im Alltag ohnehin unterwegs sind", sagt Verbund-CEO Michael Strugl.

Konkrete Angaben zu Preisen und Tarifmodellen wollen die Partner erst vor dem Marktstart bekannt geben.

www.post.at

www.verbund.com

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