Self-Tracking im Alltag
Jeder Zweite in Österreich nutzt Wearables oder Gesundheits-Apps

Smartwatches, Fitness-Tracker und Gesundheits-Apps sind für viele Österreicher:innen zu Alltagsbegleitern geworden. Laut Consumer Check des Handelsverbands nutzen 51 Prozent entsprechende Anwendungen oder Geräte.

Wie viele Schritte waren es heute, wie hoch war der Puls beim Training und wie gut war der Schlaf? Mehr als die Hälfte der Österreicher:innen beschäftigt sich mittlerweile mithilfe digitaler Geräte oder Apps mit solchen Fragen. Das zeigt der aktuelle Consumer Check von Reppublika Research & Analytics im Auftrag des Handelsverbands. Demnach nutzen 51 Prozent Wearables oder Apps, um Gesundheit, sportliche Aktivitäten oder Erholung zu beobachten. Bei den 18- bis 29-Jährigen liegt der Anteil mit 67 Prozent deutlich höher, bei den Millennials sind es 59 Prozent.

"Immer mehr Menschen vermessen den eigenen Alltag und machen Schritte, Schlaf, Puls oder Training zu messbaren Größen", sagt Handelsverband-Geschäftsführer Rainer Will. Entscheidend sei, dass die erhobenen Daten bei vielen Nutzer:innen auch Auswirkungen auf das Verhalten hätten. Für den aktuellen Consumer Check wurden 1.009 Personen ab 18 Jahren online befragt. 

Schritte werden am häufigsten getrackt

Mit Abstand am häufigsten werden die täglichen Schritte erfasst. 75 Prozent der Nutzer:innen von Smartwatches, Fitness-Trackern oder entsprechenden Apps beobachten diesen Wert. 61 Prozent messen Herzfrequenz oder Puls, 47 Prozent den Kalorienverbrauch und 44 Prozent ihren Schlaf. 41 Prozent zeichnen Training oder Belastung auf. Gesundheitswerte wie die Blutsauerstoffsättigung werden von 26 Prozent beobachtet, Stress von 25 Prozent und die Erholung von 21 Prozent.

Dabei unterscheiden sich die Schwerpunkte je nach Alter. Jüngere Nutzer:innen setzen die Geräte laut Handelsverband stärker für Training und Selbstoptimierung ein. Bei älteren Menschen stehen Bewegung und Gesundheitswerte stärker im Vordergrund. Von den Nutzer:innen ab 61 Jahren beobachten 88 Prozent ihre Schritte und 73 Prozent ihren Puls.

Tracking verändert Gewohnheiten

Die gesammelten Daten bleiben offenbar nicht ohne Folgen. 49 Prozent der Nutzer:innen geben an, dass Wearables oder Gesundheits-Apps ihre Gewohnheiten merklich verändert haben. 19 Prozent stellen hingegen kaum oder gar keine Auswirkungen auf ihr Verhalten fest. Für den Handel entwickelt sich rund um Self-Tracking gleichzeitig ein wachsender Markt an der Schnittstelle von Consumer Electronics, Sport und Lifestyle. Laut Handelsverband gibt die Gen Z monatlich durchschnittlich rund 90 Euro für Fitness und Selbstoptimierung aus. Im Bevölkerungsschnitt sind es 65 Euro.

"Die Gen Z zeigt, wohin die Entwicklung geht. Bewegung wird getrackt, Training ausgewertet und Regeneration messbar gemacht", so Will. Gleichzeitig seien Wearables mittlerweile auch bei älteren Menschen angekommen.

www.handelsverband.at

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