Virtuelle Mitarbeiterin namens "Charlotte"
Oberösterreichische Polizei bekommt erste KI-Polizistin mit Dialekt

| Larissa Bilovits 
| 07.07.2026

Die neue Kollegin heißt "Charlotte", ist blond, schlank und spricht sogar oberösterreichischen Dialekt. Bei der Polizei soll eine ganz konkrete Aufgabe übernehmen.

Virtuelle Figuren, die aussehen und klingen wie echte Menschen, halten immer öfter Einzug in den Arbeitsalltag von Unternehmen und Behörden. Auch die oberösterreichische Polizei hat diese Entwicklung nun für sich genutzt und mit "Charlotte" ihre erste KI-gestützte virtuelle Mitarbeiterin präsentiert. Vorgestellt wurde die digitale Figur von Landespolizeidirektor Andreas Pilsl in einem Video auf Social Media. "Ich kann mit einem gewissen Stolz sagen, dass ich die erste KI-gestützte virtuelle Mitarbeiterin innerhalb der österreichischen Polizei bin", sagt Charlotte darin selbst.

Zum Einsatz kommt sie derzeit im Cyber Crime Center, wo sie im Rahmen von Cybercrime-Schulungen für Polizist:innen komplexe Inhalte vermitteln soll. Dass sie dabei österreichischen Dialekt spricht, macht Charlotte im Video gleich zum Thema. "Ich seh aus wie ein Mensch, spreche wie ein Mensch, aber i bin ka Mensch", erklärt die virtuelle Cyber-Polizistin.

Neben ihren Möglichkeiten spricht Charlotte auch die Risiken der Technologie an: "Mit Technologien wie mir kann vieles vereinfacht werden, allerdings auch für Kriminelle." Die Sicherheitsbehörden dürften technologische Entwicklungen deshalb nicht nur beobachten, sondern müssten sie verstehen und verantwortungsvoll einsetzen. Ob die virtuelle Mitarbeiterin künftig auch andere Aufgaben übernehmen wird, ist laut Polizei noch offen.

www.polizei.gv.at/ooe

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