Auftakt des Salzburger Festspielsommers
Das Fest zur Festspieleröffnung

| Gerhard Krispl / LEADERSNET-ART Herausgeber 
| 02.07.2026

Mit 78 Programmpunkten an 40 Spielstätten und 10.280 kostenlosen Zählkarten lädt das "Fest zur Festspieleröffnung" von 18. bis 24. Juli 2026 zu Proben, Konzerten, Führungen und kulturellen Begegnungen in der ganzen Stadt ein.

"Mit dem Fest zur Festspieleröffnung laden wir alle Salzburger:innen sowie die Gäste unserer Stadt ein, die Salzburger Festspiele auf besondere Weise zu erleben. Bevor sich der Vorhang für den Festspielsommer hebt, öffnen wir unsere Häuser, Bühnen und Plätze und ermöglichen Begegnungen mit Musik, Theater und Kunst aus nächster Nähe. Ob bei Proben, Führungen, Konzerten oder Angeboten für junge Besucher:innen – das Fest schafft Raum für Neugier, Austausch und gemeinsame kulturelle Erlebnisse. So wird die besondere Atmosphäre der Festspiele für alle spürbar und der Festspielsommer beginnt mit einem offenen Fest der Begegnung im Herzen Salzburgs", betont Kristina Hammer, Präsidentin der Salzburger Festspiele.

"Seit nunmehr 20 Jahren darf ich das Fest zur Eröffnung der Salzburger Festspiele gestalten und organisieren. In dieser Zeit hat sich dieser besondere Auftakt stetig weiterentwickelt, neue Impulse aufgenommen und in seiner Vielfalt immer mehr Menschen begeistert. Auch heuer laden wir dazu ein, Vertrautes neu zu entdecken und Neues kennenzulernen. Ein so reichhaltiges Programm wäre jedoch nicht möglich ohne das engagierte Zusammenwirken aller Abteilungen der Festspiele und die wertvolle Zusammenarbeit mit zahlreichen Salzburger Institutionen. Stellvertretend seien hier das DomQuartier, das Salzburg Museum, die Universität Mozarteum sowie die Stadt Salzburg genannt. Ihnen allen gilt mein herzlicher Dank. Denn: 'Niemand kann eine Sinfonie pfeifen. Es braucht ein ganzes Orchester, um sie zu spielen.' (H. E. Luccock)", sagt Organisatorin Renate Stelzl.

Einblicke in das Veranstaltungsprogramm

Drei Tage lang haben Salzburger:innen sowie Festspielgäste Gelegenheit, sich beim Fest zur Festspieleröffnung auf den Festspielsommer einzustimmen.

Die 78 Programmpunkte am 18., 19. und 24. Juli umfassen Probeneinblicke, Workshops, Konzerte, Lesungen und Gesprächsformate sowie Ausstellungen und Führungen. Sie schlagen Brücken zu anderen lokalen Kulturinstitutionen wie dem Salzburg Museum, der Stiftsmusik St. Peter, der Dommusik, der Universität Mozarteum, dem DomQuartier, dem Schloss Leopoldskron, dem Salzburger Straßentheater, der Stadt Salzburg, dem Salzburger Volksliedwerk und ausgewählten Galerien.

Probeneinblicke

Seit 2012 steht die Konzertreihe "Ouverture spirituelle" am Beginn der Salzburger Festspiele. Als Teil der diesjährigen Ausgabe widmet sich das Barockensemble Vox Luminis unter der Leitung von Lionel Meunier der Messe in h-Moll von J. S. Bach in zwei ausverkauften Konzerten. Im Zuge des Fests zur Festspieleröffnung ermöglichen die Musiker:innen den kostenlosen Besuch ihrer Generalprobe.

Die Oper für Kinder "King Arthur Junior" ist eine Bearbeitung des Komponisten Gordon Kampe von Henry Purcells Barockoper. Am 18. Juli lädt das Ensemble Kinder zwischen 6 und 13 Jahren zu einer Arbeitsprobe mit anschließender Frage-Antwort-Runde mit dem Produktionsteam ein.

The Living Archive

Einen Blick hinter die Kulissen des Festspielbetriebs gibt Margarethe Lasinger: Die Leiterin Dramaturgie, Publikationen & Archiv der Salzburger Festspiele veranschaulicht die Entstehung und Hintergründe des neuen Archiv-Festivals "The Living Archive" anhand von Kostümen, Requisiten, Zeichnungen, 3D-Modellen und Bauplänen.

Auftakt der Salzburger Festspiele
V.l.n.r.: Lukas Crepaz (Kaufmännischer Direktor), Karin Bergmann (Interimsintendantin) und Kristina Hammer (Festspielpräsidentin). © SF

Das Direktorium der Salzburger Festspiele im Fest zur Festspieleröffnung

Vier Führungen informieren über das laufende Großprojekt Festspielbezirk 2030, durch das unter anderem der Kaufmännische Direktor Lukas Crepaz führt. Im Ö1 Klassik-Treffpunkt gibt Interimsintendantin Karin Bergmann Einblicke in den Sommer 2026, und Dirigent Manfred Honeck erzählt von seinen künstlerischen Vorstellungen.

Im Schloss Leopoldskron spricht Kristina Hammer mit der Schauspielerin Daniela Ziegler über die Gestaltungskraft und Sichtbarkeit von Frauen bei den Festspielen – auf der Bühne wie in leitenden Funktionen.

Es ist bereits eine Tradition, dass der Salzburger Festspiele- und Landestheater-Kinderchor ein Konzert beim Fest zur Festspieleröffnung gestaltet. Am 18. Juli steht er gemeinsam mit den Tanzgeigern aus Wien auf der Bühne in der Großen Universitätsaula. Weitere Konzerte geben unter anderem die Junge Bläserphilharmonie Niederösterreich, das Blasorchester LuNo Winds sowie das Nachwuchsorchester Junge Philharmonie Wien, das am 18. Juli die "Jedermann-Monologe" von Frank Martin nach Hugo von Hofmannsthal gemeinsam mit dem dänischen Bariton Bo Skovhus im Großen Saal der Stiftung Mozarteum aufführt.

Im Rahmen des Schwerpunkts Bildende Kunst lenkt die Podiumsdiskussion "Die ganze Stadt ist Bühne – Kunst für Jedermann?" den Blick auf den Stellenwert der Kunst in Salzburg. Unter der Moderation von Hedwig Kainberger (Salzburger Nachrichten) diskutieren unter anderem die Kunsthistorikerin Margit Zuckriegl, Bettina Leidl (MuseumsQuartier Wien) sowie die Künstler Peter Baldinger und Markus Schinwald am 18. Juli im DomQuartier.

Am selben Nachmittag werden bei kuratierten Art Walks Galerien, Ateliers und öffentliche Kunsträume angeboten. Neben dem Salzburg Museum, dem DomQuartier und dem Museum der Moderne finden Führungen und Ausstellungen in der Orangerie (Mirabellgarten) und in Galerien statt. Die Entwicklung des Kulturareals "Belvedere Salzburg" präsentiert Museumsdirektor Martin Hochleitner in einer Baustellenführung.

Auch für junge Besucher:innen bietet das DomQuartier ein eigenes Programm: Sie können Musikinstrumente ausprobieren und im Bilderbuchkino mehr über Anna Maria Mozart erfahren. Im Spielzeug Museum gibt es Kostüme aus dem Fundus der Salzburger Festspiele zu entdecken und eigene Festspielmasken zu basteln.

Erstmals ist auch der Tanz beim Eröffnungsfest vertreten. Die international tätige Choreografin Rebecca Howell hat die Tanzszenen für die aktuelle "Jedermann"-Produktion entwickelt und gibt am 18. Juli im Furtwänglerpark einen Einblick in die berühmte Party-Szene des "Jedermann". Am selben Tag lädt die italienische imPerfect Dancers Company mit "Othello" zu einer zeitlosen Inszenierung ein und lässt das Publikum entscheiden, welcher Figur – Othello, Desdemona oder Iago – es folgen möchte. Gebärdensprache, Humor und Videoprojektionen verschmelzen mit dem Tanz zu einem Bühnenerlebnis.

2026 bietet das Young Singers Project der Salzburger Festspiele jungen, hochbegabten Sänger:innen aus aller Welt wieder eine breitgestreute Weiterbildung im besonderen Ambiente der Festspiele. Sie arbeiten mit Festspielkünstler:innen sowie internationalen Coaches an Technik und Repertoire, besuchen Proben und wirken in mehreren Produktionen mit: in der Oper für Kinder "King Arthur Junior", in den Neuinszenierungen "Ariadne auf Naxos" und "Saint François d’Assise" sowie in den konzertanten Aufführungen von "Werther" und "Der Prinz von Homburg". Im Rahmen des Fests zur Festspieleröffnung gibt es die Gelegenheit, die Teilnehmer:innen des YSP 2026 bei ihrem ersten öffentlichen Auftritt im Großen Saal des Mozarteums zu hören, am Klavier begleitet von Edward Liddall.

Einst in Max Reinhardts Besitz und Obhut, öffnet das Schloss Leopoldskron im Zuge des Fests zur Festspieleröffnung seine Türen für kulturelle Erlebnisse. Zu Gast sind der Jazzmusiker Ulrich Drechsler, die Neoharfenistin Martina Stock und das Ensemble TRIANIMA sowie die Festspielkünstlerin Juliette Larat mit einer Lesung. Die Pianistin Christina Scheicher wird im Duo mit Alexandra Maria Seywald den neu erworbenen Originalflügel von Max Reinhardt bespielen.

In weiteren genreübergreifenden Veranstaltungen verschmelzen Klassik, Jazz, Funk und Clubmusik in experimentellen Instrumental-Kombos wie Wolfgang Puschnigs FULSOME X, dem Manu Delago Trio, dem Blechreiz Brassquintett sowie in Projekten von Andreas Hofmeir und Vlad Cojocaru.

Das Fest zur Festspieleröffnung spielt 2026 an drei neuen Orten: Im Club Balboa heißt es "Salzburger Festspiele goes Club". Das Konzert mit dem kürzlich mit dem Berliner Kunstpreis ausgezeichneten Geiger Matthias Jakisic und dem Depeche Mode-Drummer Christian Eigner verspricht eine spannende Begegnung zweier Klangkosmen. Der Furtwänglerpark beheimatet den Tanz-Workshop mit Rebecca Howell, ein vielseitiges Musikprogramm unter freiem Himmel gibt es am Rot-Kreuz-Parkplatz.

Der Volkskultur ist der gesamte 24. Juli im Fest zur Festspieleröffnung gewidmet. Am Residenzplatz kündigen das Bläserensemble Leopoldskron und die junge Gruppe Hoaschoaf von den Türmen den Salzburger Fackeltanz an, bei dem 100 Paare verschiedener Brauchtumstanzgruppen aus Stadt und Land Salzburg mit ihren Fackeln 13 verschiedene Figuren in die Nacht zeichnen. Konzerte der Vokalensembles Frauenzimmer und Hainbachsänger, des Eisenbahner-Musik-Vereins Salzburg sowie des Barockbläser-Ensembles Leopoldskron und der Lessacher Alphornbläser ergänzen den vielseitigen Brauchtums-Schwerpunkt am 24. Juli.

Benefizaktion "Auf ein Eis mit Jedermann"

Was im vergangenen Jahr initiiert wurde, findet heuer seine Fortsetzung: In Kooperation mit Alpz Gelato kann man am 18. Juli nicht nur ein Eis genießen, sondern dabei Gutes tun. Der Erlös kommt dem young.hope Forschungszentrum am Uniklinikum Salzburg zugute, wo Kinder mit seltenen und komplexen Stoffwechselerkrankungen betreut und diagnostisch begleitet werden. Festspielkünstler:innen stellen sich in den Dienst der guten Sache und beweisen ihr Geschick als Eisverkäufer:innen. Ein Eisgenuss mit gutem Gewissen.

Ausgabe von 10.280 Zählkarten
Für den Besuch von gekennzeichneten Vorstellungen können online ab Samstag, 4. Juli um 10.00 Uhr kostenlose Zählkarten unter www.salzburgerfestspiele.at bestellt werden. Die Eintrittskarte wird wie gewohnt als print@home-PDF bereitgestellt und kann ausgedruckt oder mobil genutzt werden.

Darüber hinaus gibt es zahlreiche frei zugängliche Veranstaltungen.

www.salzburgerfestspiele.at

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Herausgeber von LEADERSNET-ART ist Gerhard Krispl.

 

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