Endlich Klartext! Manuela Lindlbauer sagt: „Ja, ich will!“

Die Gründerin von Lindlpower Personalmanagement spricht in ihrer Mitmach-Kolumne an, was Sie sich denken. Heute: Quoten des Anstoßes.

Mir wäre es ja auch lieber, wir bräuchten sie nicht. Aber an der Frauenquote führt offenbar kein Weg vorbei. Sie ist nicht unsere erste Wahl, sie ist ein notwendiges Übel. Denn wenn wir es ernst mit den Führungsjobs für Frauen meinen, brauchen wir gesetzliche Verpflichtungen. Freiwillig bewegt sich nichts und niemand. Die Zahlen belegen es.

Gleich und gleich gesellt sich gern.

Männer fördern bevorzugt Männer. Das ist mit ein Grund, warum hochqualifizierte Frauen bei Besetzungen abblitzen. Denn jede Frau mehr, ist ein Mann weniger. Wer sich ungerecht behandelt fühlt, wenn er freiwillig etwas abgeben soll und wem egal ist, dass gemischtgeschlechtliche Führungsgremien erfolgreicher arbeiten, der braucht Hilfe zur Selbsthilfe – zur Not eben per Gesetz. 

Niemand will Quotenfrau sein?

Doch, ich will. Ich wäre gern die Quotenfrau. Und wenn man mir dann nachsagt, ich bin nur deshalb zum Zug gekommen? Ich würde mich nicht diskriminiert fühlen, sondern ganz schnell beweisen, was ich kann! Ich würde die Position als Sprungbrett nutzen, so wie jeder Mann auch.

Hinterfragt eigentlich jemand die Männerquote?

Apropos, fragt eigentlich jemand nach, wie Männer zu ihren einflussreichen Jobs kommen? Ob da Kompetenz und Erfahrung tatsächlich mehr zählen, als die Netzwerke, in denen sich die Herren bewegen? Aber bei einer Frau macht man sich Sorgen, dass mit ihr eventuell nicht der oder die Bestqualifizierte zum Zug gekommen ist? Ernsthaft?!

Es ist wie Perlen vor die Säue werfen, wenn teuer ausgebildeten Frauen nicht die Karriere ermöglicht wird, die ihrem Potenzial entspricht. Und es verursacht à la longue einen volkswirtschaftlichen Schaden.

Ja, die Quote ist ein peinliches Hilfsmittel. Aber geht es ohne? Ich behaupte nein: Denn Männer rutschen nicht freiwillig zur Seite. Oder wie sehen Sie das? Klicken Sie hier und schreiben Sie mir! Ich freue mich auf Ihre Sicht der Dinge.

Mit Klartext und herzlichen Grüßen
Ihre Manuela Lindlbauer

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