Gegen Verschwendung
Billa spendete heuer bereits mehr als sieben Millionen Kilogramm Lebensmittel

Die größte Rewe-Handelsfirma hat von Jänner bis Ende August 2026 österreichweit mehr als 7,1 Millionen Kilogramm Nahrungsmittel an karitative Einrichtungen weitergegeben. Gleichzeitig baut der Lebensmittelhändler seine Maßnahmen gegen Lebensmittelverschwendung aus. 

Von 1. Jänner bis 31. August 2026 spendeten Billa, Billa Plus und die selbstständigen Kaufleute insgesamt 7.117.145 Kilogramm Lebensmittel. Nach Angaben des Unternehmens entspricht das knapp 17 Millionen Mahlzeiten-Äquivalenten für armutsbetroffene Menschen. Nahezu jeder Markt arbeite dafür mit regionalen Sozialorganisationen zusammen. "Lebensmittel sind wertvoll. Neben der klassischen Weitergabe von Lebensmitteln an Sozialorganisationen haben wir zahlreiche Initiativen, um Lebensmittel zu retten, von Rettersackerln über Wunderlinge bis hin zur Weiterverarbeitung von Brot und Gebäck, das weder verkauft noch gespendet werden konnte, zu hochwertigem Tierfutter", sagt Billa-Vorstand Robert Nagele.

Frischfleischspenden in 40 Wiener Märkten

Ausgebaut wurde zuletzt ein gemeinsam mit Die Tafel Österreich und österreichischen Lebensmittelbehörden entwickeltes Projekt zur Weitergabe von Frischfleisch. Nach einer Testphase mit acht Wiener Märkten, die im April 2025 begann, beteiligen sich seit 1. September 2026 insgesamt 30 Billa und zehn Billa Plus Märkte in Wien. Sie geben nicht verkauftes Rind-, Schweine- und Geflügelfleisch unter Einhaltung der entsprechenden Hygiene- und Kühlvorschriften an karitative Organisationen weiter. In den ersten acht Monaten 2026 wurden im Rahmen des Projekts 1.586 Kilogramm Fleisch gespendet. Seit dem Start im April 2025 waren es bis Ende August insgesamt 2.595 Kilogramm. KEYaccount/LEADERSNET berichtete samt Fotogalerie von der Pressekonferenz hier.

Rettersackerl, “Wunderlinge” und Tierfutter

Neben Lebensmittelspenden setzt Billa auf weitere Maßnahmen zur Vermeidung von Lebensmittelabfällen. In den ersten acht Monaten des Jahres wurden 140.161 Gebäck-Rettersackerl und 695.458 Obst- und Gemüse-Rettersackerl verkauft. Hinzu kamen mehr als 1,3 Millionen Kilogramm sogenannte Wunderlinge, also Obst und Gemüse mit optischen Abweichungen. Übrig gebliebene Produkte wie Salate, Bananen, Äpfel oder Paprika werden in den Märkten zudem zu Smoothies, Salatbowls und anderen Speisen verarbeitet. Mehr als zwei Millionen Kilogramm Brot und Backwaren wurden gemeinsam mit dem Futtermittelerzeuger Königshofer zu Tierfutter weiterverarbeitet.

Penny bindet Lehrlinge ein

Auch das Billa-"Schwestern-Unternehmen", der Rewe-Diskonter Penny, setzt im Rahmen eines Pilotprojekts mit dem Österreichischen Roten Kreuz auf Lebensmittelrettung. Lehrlinge ab dem zweiten Lehrjahr im Raum Wien können einen Tag bei der Team Österreich Tafel mitarbeiten und dabei verfolgen, wie gespendete Lebensmittel weitergegeben werden. 2025 spendete Penny nach eigenen Angaben rund 1.165 Tonnen Lebensmittel an verschiedene soziale Einrichtungen. Das derzeit in Wien laufende Lehrlingsprojekt soll 2027 österreichweit ausgeweitet werden.

Adeg-Kaufleute setzen auf lokale Kooperationen

Bei Adeg gibt es darüber hinaus lokale Initiativen einzelner Kaufleute. Als Beispiel nennt Rewe den Adeg-Kaufmann Hans-Peter Kurzmann aus Heiligenkreuz am Waasen in der Steiermark. Lebensmittel kurz vor Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums werden dort von der Caritas abgeholt und an Menschen in Not verteilt. Geeignete Produkte gehen außerdem an die lokale Tierrettung.

www.billa.at

www.penny.at

www.adeg.at

www.tafel-oesterreich.at

 

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