Klingt nach Urlaub
Österreich hat die angeblich freundlichste Fahrradklingel der Welt erfunden

Die Österreich Werbung macht aus dem nervigen Klingelton ein Wohlfühlgeräusch. Entwickelt wurde die mechanische Mehrtonklingel gemeinsam mit Intel-Sound-Komponist Walter Werzowa, die Baupläne gibt es gratis für die ganze Welt.

Es gibt diesen einen Moment am gemeinsamen Geh- und Radweg, den vermutlich alle kennen. Hinter einem schrillt es plötzlich metallisch, man zuckt zusammen und macht hektisch Platz. Die klassische Fahrradklingel ist im Grunde ein kleiner akustischer Konflikt auf zwei Rädern, ein Warnsignal, das eher an Stress als an Sommerfrische denken lässt. Ausgerechnet Österreich, das international als eines der unfreundlichsten Reiseländer gilt, möchte diesen Ton nun umstimmen und hat dafür eine Klingel entwickelt, die niemanden erschrecken, sondern gute Laune machen soll.

Vier Glocken statt eines schrillen Tons

Hinter der Idee steckt die Österreich Werbung, die das Projekt gemeinsam mit der Agentur Wien Nord Serviceplan und der Musikproduktion Musikvergnügen umgesetzt hat. Für den Klang selbst holte man sich einen prominenten Namen an Bord, nämlich Walter Werzowa, Komponist und Professor an der Wiener Universität für Musik, dem die Welt unter anderem die berühmten fünf Töne des Intel-Sounds verdankt.

Entstanden ist ein vollständig mechanisches Klingelsystem, das ohne jede Elektronik auskommt. Vier unterschiedlich gestimmte Glocken erklingen gleichzeitig und ergeben zusammen einen mehrstimmigen Ton, der weniger nach Warnsignal und mehr nach einer kleinen musikalischen Geste klingt. Die Komposition greift dabei akustische Elemente aus Österreich auf und will die vielzitierte Gastfreundschaft des Landes hörbar machen, also all das, was man beim Radeln durch die Landschaft so aufschnappt, vom Gläserklirren im Gastgarten bis zum herzlichen Grüßen am Wegesrand.

Ein Geschenk zum Selberdrucken

Die "Austrian Bike Bell" verstehe sich ausdrücklich als Geschenk an die Welt, und dieses Geschenk ist tatsächlich zum Auspacken gedacht. Sämtliche Konstruktionsdaten stellt die Österreich Werbung kostenlos als Open Source zur Verfügung, die 3D-Druck-Vorlagen lassen sich auf www.austrianbikebell.com herunterladen. Damit kann die Klingel weltweit nachgebaut, weiterentwickelt und lokal produziert werden. Wer will, findet auf der Seite zusätzlich Einblicke in die Entstehungsgeschichte des Projekts.

Der internationale Start erfolgte zeitgleich in Deutschland, den Niederlanden und Tschechien, begleitet von lokalen Aktionen, Testfahrten und Kooperationen mit Influencer:innen, die die Klingel im Alltag ausprobierten. Für die nötige Portion Emotion sorgt ein eigener Launchfilm, den die Österreich Werbung gemeinsam mit ForaUltra produziert hat. Er erzählt die Entstehung der Klingel als kleine künstlerische Reise durch die Klangwelt des Landes und verbindet Musik, Gastfreundschaft und Fahrraderlebnis.

www.b2b.austria.info

www.wiennordserviceplan.at

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