Patricia Weiß & Franziska Weik
LPdigital setzt an der Spitze auf ein Frauenduo

| Larissa Bilovits 
| 02.07.2026

Bei der Wiener Personalberatung liegt die Geschäftsleitung seit dem Frühjahr in gemeinsamer Hand von Patricia Weiß und Franziska Weik. Dabei setze man auf ein Führungsmodell, das viele Unternehmen erst für sich entdecken.

Die Wiener Personalberatung LPdigital, ein Unternehmen der Lindlpower.Group, hat ihre Geschäftsleitung neu geordnet. Seit April führen mit Patricia Weiß (35) und Franziska Weik (33) zwei Frauen den auf IT, Daten und Künstliche Intelligenz spezialisierten Recruitingdienstleister gemeinsam. Weiß hatte die Leitung bereits im September 2025 übernommen, seit dem Frühjahr steht ihr Weik als gleichberechtigte Partnerin zur Seite. Beide tragen den Titel Head of Business Unit.

Geteilte Verantwortung als Führungsmodell

Mit der neuen Doppelspitze will LPdigital auf ein Modell setzen, das in der Wirtschaft zunehmend Anhänger:innen findet. Geteilte Leitungsfunktionen sollen den Verantwortungsbereich breiter abdecken, für mehr Beweglichkeit sorgen und wertvolle Kompetenz langfristig im Unternehmen halten. Weiß und Weik verstünden ihre Zusammenarbeit laut eigenen Angaben ausdrücklich als partnerschaftliches Miteinander mit gemeinsam getragenen Entscheidungen.

"Unser Erfolg lebt seit jeher von starken Frauen und innovativem Leadership. Das Tandemmodell verbindet beide Aspekte und wird die Unternehmenswelt als klares Erfolgsmodell prägen", ist Manuela Lindlbauer, Gründerin der Lindlpower.Group, überzeugt. Besonders freue sie, dass beide Managerinnen aus den eigenen Reihen stammen. "Wir legen besonders Wert darauf, unsere Führungskräfte intern aufzubauen und weiterzuentwickeln."

Digitale Kompetenzen als Wachstumstreiber

LPdigital besetzt Fach- und Führungspositionen in Bereichen wie IT, Data, Künstliche Intelligenz, Digital Marketing, E-Commerce, Digital Sales sowie UX und UI. Gerade der rasche technologische Wandel stellt viele Betriebe vor die Frage, welche Qualifikationen sie für neue Geschäftsmodelle überhaupt benötigen.

"Der größte Irrtum vieler Unternehmen ist derzeit die Annahme, dass KI vor allem Arbeitsplätze ersetzt", beobachtet Franziska Weik: "In der Praxis sehen wir etwas anderes: Die Nachfrage nach Talenten mit digitalem Verständnis, Datenkompetenz und der Fähigkeit, KI sinnvoll einzusetzen, steigt massiv. Die Herausforderung liegt nicht im Ersatz von Menschen, sondern im Finden der richtigen Kompetenzen für eine neue Arbeitswelt."

"Der Fachkräftemangel hat sich nicht aufgelöst, er hat sich verschoben", so auch Patricia Weiß. "Während manche Tätigkeiten durch Automatisierung unterstützt werden, steigt der Bedarf an Spezialist:innen für Digitalisierung, Daten und KI kontinuierlich. Unternehmen, die diese Entwicklung frühzeitig verstehen und umsetzen, verschaffen sich einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil."

www.lp-digital.at

www.lindlpower.group

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