Wiener Gesellschaft ist pleite
PartyLite beantragte jetzt auch in Österreich Konkurs

| Tobias Seifried 
| 27.09.2026

Nach dem Rückzug des US-Eigentümers aus Europa muss nun auch die heimische Gesellschaft mit Sitz in Wien die Segel streichen.

Die PartyLite Handelsgesellschaft m.b.H. hat beim Handelsgericht Wien die Eröffnung eines Konkursverfahrens beantragt. Nach Angaben des KSV1870 ist mit einer zeitnahen Eröffnung zu rechnen. Eine Sanierung ist laut Gläubigerschutzverbänden nicht vorgesehen.

Die Wiener Gesellschaft hat unter anderem Kerzen, Wachsprodukte und Raumdüfte vertrieben. Sie ist eine hundertprozentige Tochter der Schweizer PartyLite Trading S.A. und gehört über mehrere Gesellschaften zu einem US-Konzern. Die Entscheidung des Eigentümers, sich aus dem europäischen Markt zurückzuziehen, habe nach Angaben der Antragstellerin auch die österreichische Gesellschaft getroffen. Laut KSV1870 konnte sie von ihrer Schweizer Muttergesellschaft keine Waren mehr beziehen.

Geschäftsbetrieb bereits eingestellt

Der Alpenländische Kreditorenverband (AKV) nennt unter Berufung auf den Insolvenzantrag weitere Schwierigkeiten. Demnach stellte ein wichtiger IT-Dienstleister im August wegen offener Forderungen seine Leistungen ein. Bestellungen und Abrechnungen seien daraufhin nicht mehr möglich gewesen. Der Online-Shop wurde geschlossen und der operative Betrieb eingestellt. Zum Zeitpunkt der Antragstellung war laut AKV noch ein Dienstnehmer beschäftigt.

Nach Angaben von PartyLite belaufen sich die Verbindlichkeiten auf rund 700.000 Euro. Ein erheblicher Teil davon soll auf nicht eingelöste Gutscheine entfallen; die genaue Gläubigerstruktur ist dem Verband noch nicht bekannt.

Sollte das Konkursverfahren eröffnet werden, müssten Gutscheininhaber:innen ihre Ansprüche als Insolvenzforderungen geltend machen, erläutert Jürgen Gebauer vom KSV1870.

www.ksv.at

www.akv.at

Kommentar veröffentlichen

* Pflichtfelder.

leadersnet.TV