Steigende Kosten, geopolitische Unsicherheiten sowie der digitale und ökologische Wandel verlangen heimischen Betrieben derzeit einiges ab. Viele von ihnen finden darauf überzeugende Antworten, sei es durch solide Zahlen, neue Ideen oder Engagement für das Klima. Genau diese Unternehmen will der Kurier Hermes-Wirtschaftspreis in Kooperation mit LEADERSNET auch heuer wieder ins Rampenlicht rücken. Aufgrund des regen Teilnahmeinteresses wurde die Einreichfrist für den diesjährigen Award nun verlängert und bietet Unternehmen nun die Chance, sich noch bis zum 6. Oktober zu bewerben.
Sieben Branchen und zwei Zukunftsthemen
Den Kern des Bewerbs bilden sieben Kategorien, die die zentralen Säulen der heimischen Wirtschaft abbilden. Die Industrie zählt mit einem Beitrag von über 50 Milliarden Euro zur Bruttowertschöpfung zu den tragenden Kräften des Landes. Im Dienstleistungssektor waren im Vorjahr wiederum fast drei Viertel aller Erwerbstätigen beschäftigt, konkret 73,1 Prozent. Die Logistik verbindet Waren, Menschen und Services miteinander und befindet sich durch Digitalisierung, Nachhaltigkeitsanforderungen und steigenden Kostendruck im Umbruch. Auch im Handel sind neue Lösungen gefragt, prämiert werden hier entsprechend Betriebe, die mit digitalen Innovationen zusätzliche Märkte erschließen.
Eigene Kategorien gibt es zudem für Familien-Unternehmen, die vielerorts tief in ihren Regionen verwurzelt sind und dort investieren, sowie für von Frauen geführte Unternehmen. Letztere rückt Unternehmerinnen ins Rampenlicht, die ihre Betriebe erfolgreich an die Spitze gebracht haben. Und nicht zuletzt richtet sich die Kategorie International an jene Firmen, die sich auf Auslandsmärkten behaupten.
Neben diesen sieben Kategorien vergibt die Jury außerdem zwei Sonderpreise für Innovation und Klimaschutz. Zusätzlich verleiht der Kurier den Ehrenpreis "Entrepreneur des Jahres", der im vergangenen Jahr beispielsweise an Frutura-Geschäftsführer Manfred Hohensinner ging (LEADERSNET berichtete).
Kennzahlen statt Bekanntheit
Entwickelt hat das Bewertungssystem Klaus Hübner, Steuerberater und über zwei Jahrzehnte lang Präsident der Kammer der Steuerberater:innen und Wirtschaftsprüfer:innen. "Der Preis soll durch nachweisbare unternehmerische Leistung gewonnen werden können und nicht durch Unternehmensgröße, Bekanntheit oder subjektive Sympathien. Deshalb basiert die Bewertung in den Hauptkategorien auf einem klar definierten Kennzahlensystem", erläutert Hübner.
Wer in einer der sieben Hauptkategorien antreten möchte, muss im Zuge der Bewerbung die zentralen Eckdaten des eigenen Betriebs übermitteln, darunter Umsatz, EBIT und Beschäftigtenstand. Grundlage der Wertung sind ausschließlich diese nachprüfbaren Angaben, ausgewertet werden sie für alle Bewerber:innen nach einheitlichen Regeln. Die Jury kontrolliert nach dem Mehraugenprinzip, ob die Daten plausibel und vollständig sind und das Modell korrekt angewendet wurde.
Der eigentliche Vergleich erfolgt schließlich über Ranglisten. Für jede relevante Kennzahl entsteht eine eigene Reihung, danach werden die Platzierungen eines Unternehmens zusammengezählt. Vorne liegt, wer in Summe auf den niedrigsten Wert kommt. Da das Modell die Leistungsfähigkeit im Verhältnis zur jeweiligen Kategorie misst, haben laut Hübner auch mittelständische Betriebe realistische Chancen auf einen Sieg.
Projekte entscheiden bei Innovation und Klimaschutz
Für die beiden Sonderpreise spielen betriebswirtschaftliche Kennzahlen hingegen keine vorrangige Rolle. Stattdessen beschreiben die Unternehmen in ihrer Einreichung ein konkretes Projekt und legen dar, was es bewirkt hat. Die Jury beurteilt die Einreichungen anschließend anhand fixer Kriterien.
Beim Innovationspreis zählen der Neuheitsgrad einer Idee, ihr praktischer Nutzen und ihre Umsetzbarkeit sowie der Mehrwert, den sie für das Unternehmen, die Branche oder die Gesellschaft stiftet. In der Kategorie Klimaschutz liegt der Fokus auf Nachhaltigkeit und einem schonenden Umgang mit Ressourcen. Punkten können Initiativen, die Emissionen senken und die Belastung für Umwelt und Klima verringern.
Gala-Nacht in der Hofburg
Wer sich die begehrten Auszeichnungen schließlich sichern kann, wird im Rahmen einer Verleihungsgala am 6. November in der Wiener Hofburg bekannt gegeben. Erwartet werden rund 500 Gäste aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft, weswegen der Abend zugleich als Treffpunkt gedacht ist, um Kontakte zu knüpfen und Impulse für den Standort zu setzen. Neben der Auszeichnung selbst dürfen die Gewinner:innen mit breiter Aufmerksamkeit in der Berichterstattung des Kurier rechnen, heißt es vonseiten des Medienhauses.
Ins Leben gerufen wurde der Hermes-Wirtschaftspreis übrigens von Gerhard Schlögel vor bereits rund einem Jahrzehnt. Nachdem der Kurier dem Bewerb lange als Partner verbunden war, gehört die Marke inzwischen zur Gänze dem Medienhaus. "Das passt perfekt in unser Portfolio. Wir werden im November im Rahmen einer Gala-Nacht der österreichischen Wirtschaft die Spitzenleistungen der Unternehmen auszeichnen. Als Wirtschafts-Leitmedium im Land bringen wir den Hermes in eine neue Ära", so Kurier-Geschäftsführer Richard Grasl.
Bewerbungen für den Preis in neun Kategorien können noch bis zum 6. Oktober hier eingereicht werden. Die Teilnahme ist kostenlos.
www.hermes.kurier.at
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