Zum 40-jährigen Jubiläum
Fritz! läutet auf der IFA eine neue Router-Generation ein

| Larissa Bilovits 
| 02.09.2026

Die neue Fritz!Box DSL/Fiber 7-90 vereint Glasfaser, DSL und Wi-Fi 7 in einem Gerät. Zudem bringt das Flaggschiff ein umgestaltetes Gehäuse, verstecktes Kabelmanagement, passive Kühlung und eine vereinfachte Bedienung mit.

Fritz! feiert heuer sein 40-jähriges Bestehen und leitet pünktlich zum Jubiläum einen umfassenden Generationswechsel ein. Auf der IFA-Messe, die am Freitag in Berlin beginnt, präsentiert das deutsche Unternehmen erstmals eine vollständig neu entwickelte Router-Generation. Den Auftakt macht die Fritz!Box DSL/Fiber 7-90, bei der Gehäuse, Bedienung, Kühlung und Modellbezeichnung neu konzipiert wurden.

Ein Gehäuse ohne sichtbare Kabel

Das Gehäuse des neuen Flagship-Modells ist eine schlichte Box, die sich hinstellen, hinlegen oder an die Wand hängen lässt. Auf Belastbarkeit wurde sie nach Angaben des Herstellers ausgiebig getestet und ist für den Dauerbetrieb ausgelegt. Wer von der Fritz!Box 7590 umsteigt, kann trotz der veränderten Form die vorhandenen Bohrlöcher weiterverwenden. Bedient wird das Gerät über eine einzige Taste, als Statusanzeige dient eine einzelne LED. Den größten Anteil an der aufgeräumten Optik hat ein neues Kabelmanagement, das die Anschlusskabel im Gehäuse führt und aus dem Blickfeld nimmt. Für den German Design Award ist das Modell bereits nominiert.

Die Bauweise hat auch technische Folgen. Weil die Anschlüsse an der Unterseite sitzen, konnten die elf Antennen im oberen Teil des Geräts untergebracht werden. Die Sendeleistung bleibt damit unabhängig davon konstant, wie der Router im Raum steht. Auf einen Lüfter verzichtet das Modell komplett, die Abwärme wird passiv nach außen geführt. Das schlägt sich beim Verbrauch nieder: Mit zwölf Watt mittlerer Leistungsaufnahme ist die 7-90 nach Herstellerangaben die sparsamste Fritz!Box, die es in der Leistungsklasse DSL und Glasfaser bisher gegeben hat.

Glasfaser, DSL und Wi-Fi 7 in einem Gerät

An der Glasfaser läuft die 7-90 wahlweise direkt oder hinter einem Modem, unterstützt werden GPON mit bis zu 2,5 GBit/s und AON mit bis zu 1 GBit/s. Am DSL-Anschluss sind über Supervectoring 35b bis zu 300 MBit/s möglich. Kabelgebunden stehen ein 2,5-Gigabit-WAN/LAN-Port, ein weiterer 2,5-Gigabit-LAN-Port, zwei Gigabit-LAN-Ports und ein USB-Anschluss für Drucker oder Speichermedien zur Verfügung.

Im Funkbereich setzt der Router auf Triband-Wi-Fi-7 und nutzt alle drei Frequenzbänder parallel. Auf dem 6- und dem 5-GHz-Band sind jeweils 5.760 MBit/s vorgesehen, auf 2,4 GHz weitere 688 MBit/s, in Summe also bis zu 12,2 GBit/s. Dazu kommen MLO-Unterstützung und Mesh-Funktionalität für die Einbindung weiterer Geräte. Telefoniert wird über DECT, IP/SIP oder einen analogen Telefonanschluss, für Licht, Heizung und Steckdosen sind DECT ULE und Zigbee an Bord. Als Betriebssystem kommt Fritz!OS 8.50 zum Einsatz, das unter anderem einen neuen DNS-Filter mitbringt und nicht dem Flaggschiff vorbehalten bleibt, sondern auch auf bestehende Modelle kommt.

Name verrät künftig den Anschluss

Nicht nur technisch startet Fritz! in eine neue Ära, sondern auch hinsichtlich der Nomenklatur seiner Modelle. Am Anfang des Namens steht künftig der Anschluss, für den das Modell gedacht ist, also Fiber, DSL, Cable, Mobile oder WAN. Erst danach folgt eine Ziffernkombination, aus der sich WLAN-Generation und Baureihe ablesen lassen. Im Regal und im Onlineshop soll damit ohne Blick ins Datenblatt erkennbar sein, welche Box zu welchem Anschluss passt.

www.fritz.com

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