Pixel 11-Reihe
Google greift mit neuer Smartphone-Generation an

Der Konzern zeigte eine überarbeitete Smartphone-Familie samt Falt-Modell und eine Smartwatch, die im Ernstfall selbst den Notruf absetzt. Im Zentrum stehen ein eigens entwickelter Chip, KI sowie stärkere Kameras.

Google hat diese Woche seine bereits elfte Pixel-Generation präsentiert. Neben der Smartphone-Reihe Pixel 11, Pixel 11 Pro und Pixel 11 Pro XL zeigte der Konzern auch ein neues Falt-Modell – das Pixel 11 Pro Fold – sowie die Pixel Watch 5

Neue Sensoren und eine flachere Kamerainsel

Gemeinsam ist allen drei Flagship-Modellen der hauseigene Chip Tensor G6. Er beschleunigt das Surfen um 25 Prozent und verarbeitet KI-Aufgaben direkt am Gerät bis zu 3,5-mal schneller bei gleichzeitig geringerem Energiebedarf, der Nachtmodus arbeitet viereinhalbmal so schnell wie bisher. Für die Sicherheit sorgt der neue Chip Titan M3, der beim Startvorgang bereits auf quantensichere Verschlüsselung setzt. Dazu kommen mindestens 256 GB Speicher, kabelloses Laden nach Qi 2.2 und sieben Jahre Updates. Beim Pixel 11 Pro XL soll eine Viertelstunde an der Steckdose für 15 Stunden Laufzeit reichen.

Unterschiede gibt es bei Gehäuse und Kamera. Am Einstiegsmodell fällt vor allem die um 40 Prozent flachere Kameraleiste auf, mit passender Hülle steht das Gerät praktisch wackelfrei auf dem Tisch. Dahinter arbeitet ein neuer 48-Megapixel-Hauptsensor, der 56 Prozent mehr Licht aufnimmt, das Teleobjektiv reicht bis zum 30-fachen Zoom. Die beiden Pro-Varianten bekommen zusätzlich ein überarbeitetes Telemodul mit 48 Megapixeln und 30 Prozent mehr Lichtempfindlichkeit, einen Porträtmodus bei fünffachem Zoom, eine Digitalvergrößerung bis 120-fach sowie eine Beschichtung, die das bis zu 3.600 Nits helle Display doppelt so kratzfest macht. Ihnen vorbehalten ist auch HiLight, eine LED-Anzeige rund um den Blitz, die bei abgelegtem Handy per Farbsignal über Anrufe oder Gemini-Anfragen informiert.

In Österreich ist das Pixel 11 in Pistachio, Hibiscus, Frost und Obsidian ab 999 Euro zu haben, die beiden Pro-Modelle kommen in Canyon, Fog, Olive und einem matten Obsidian und starten bei 1.199 beziehungsweise 1.399 Euro.

Das Pro Fold wird leichter und dreimal robuster

Beim Pixel 11 Pro Fold liegt der Fokus auf Haltbarkeit. Die Rückseite aus Glasfaserverbund soll praktisch nicht brechen, ein neues Scharnier ohne Zahnräder schützt das Innendisplay, und die Außenseite besteht aus besonders widerstandsfähigem Keramikglas. Unterm Strich ist das Gerät nach Herstellerangaben dreimal robuster als der Vorgänger und trotzdem rund zehn Prozent leichter sowie etwa einen Millimeter dünner. Auch die Knickfalte im Display fällt durch den größeren Biegeradius weniger auf, beide Bildschirme leuchten mit 3.600 Nits um ein Fünftel heller als zuletzt.

Technisch teilt sich das Falt-Smartphone die Basis mit der Pro-Linie, ergänzt um 16 GB Arbeitsspeicher, HiLight in der Kameraleiste und eine Akkulaufzeit von mehr als 24 Stunden. Interessant ist eine neue Übersetzungsfunktion, die gemeinsam mit der Gehörlosen-Community entwickelt wurde. Gebärdensprache wird von der Frontkamera erfasst und als Text auf dem Außendisplay ausgegeben, wahlweise ein- oder beidhändig. Dazu kommen Anpassungen fürs Multitasking, etwa schwebende App-Fenster am aufgeklappten Bildschirm. Erhältlich ist das Gerät in Obsidian und Olive, der Preis beginnt bei 1.999 Euro.

Die Pixel Watch 5 erkennt Atemnotfälle

Die neue Pixel Watch 5 setzt den Schwerpunkt auf Gesundheit. Als Branchenneuheit erkennt sie schwere, anhaltende Abfälle der Sauerstoffsättigung, wie sie etwa bei Lungenentzündungen, Erstickungsanfällen oder Vergiftungen auftreten. Reagiert die tragende Person nicht, alarmiert die Uhr automatisch die Rettungskräfte und übermittelt den Standort. Die Funktion startet zuerst in Europa. Dazu kommen monatliche Trendauswertungen zu Blutdruck, Schlafatmung und Insulinresistenz, die auf eigens trainierten Gesundheitsmodellen basieren, sowie eine um 15 Prozent genauere Erkennung der Schlafphasen.

Beim Sport verspricht Google die bislang präziseste Streckenaufzeichnung, die durch 3D-Gebäudemodelle und Wetterdaten korrigiert wird und laut Konzern genauer arbeitet als vergleichbare Modelle von Apple und Garmin. Ein neues Krafttraining-Programm führt künftig Satz für Satz durch die Einheit. Im Alltag blendet die Uhr Informationen wie Bordkarten oder verbleibende Stationen automatisch am Ziffernblatt ein, bestätigen lässt sich das per Fingergeste. Der neue Prozessor macht die Uhr um 20 Prozent schneller, die Laufzeit liegt bei bis zu 30 Stunden (41 Millimeter) beziehungsweise 40 Stunden (45 Millimeter). Zur Wahl stehen die Farben Fog, Olive und ein neues Pyrite; Canyon bleibt dem kleineren Gehäuse vorbehalten. Die 41-Millimeter-Variante startet bei 419 Euro, die größere bei 449 Euro, die Versionen mit Mobilfunk kosten jeweils 100 Euro mehr.

Ab sofort vorbestellbar

Ebenfalls vorgestellt wurden die neue Generation der Google Pixel Buds 2 sowie der erste Google Pixel Tag – mehr Informationen dazu sowie zu sämtlichen Smartphone-Modellen und Wearables finden Sie hier. Vorbestellbar sind sämtliche Neuheiten ab sofort, im Handel zu finden sind sie ab 20. August.

www.google.com

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