Sono Earplugs
Formbare Silikonkugeln sollen für ruhige Nächte sorgen

Der Gehörschutz von Sono Earplugs wird nicht in den Gehörgang gedrückt, sondern nur davor gesetzt. Entwickelt haben ihn zwei junge Gründer, denen die handelsüblichen Modelle jahrelang den Schlaf raubten.

Gehörschutz ist längst nicht nur bei Konzerten oder auf Baustellen gefragt, sondern für viele Menschen auch Voraussetzung für einen erholsamen Schlaf. Ob Straßenlärm, hellhörige Altbauwände oder ein:e schnarchende:r Partner:in, gerade Lärmempfindliche greifen nachts häufig zu Ohrstöpseln, um ungestört zur Ruhe zu kommen. Genau dort beginnt allerdings das nächste Problem, denn wer die üblichen Schaumstoffmodelle über Stunden im Ohr trägt, wacht nicht selten mit Druckgefühl und Kopfschmerzen auf. Der Kärntner Benjamin Wachner kennt das aus jahrelanger eigener Erfahrung und hat sich mit seinem Geschäftspartner Elias Baar eine Alternative überlegt, die den Gehörgang bewusst frei lässt.

Vor dem Gehörgang statt darin

Was die beiden unter dem Namen Sono Earplugs vertreiben, sind kleine Kugeln aus weichem Silikon. Sie bleiben vor dem Gehörgang und dringen nicht in ihn ein, sie verschließen das Ohr also von außen. Damit entfällt jener Druck, der bei Schaumstoffmodellen häufig für Beschwerden sorgt und den viele Nutzer:innen erst nach Stunden bemerken.

Möglich macht das die Beschaffenheit der Masse. Weil sich das formbare Silikon an die Ohrmuschel anlegt, soll der Gehörschutz unabhängig von der individuellen Ohrform dicht sitzen. Abgeschirmt wird dabei bewusst nicht vollständig, sodass etwa der Wecker in der Früh weiterhin hörbar bleibt. Besonders im Blick hatten die Gründer dabei Seitenschläfer:innen, denn wer den Kopf und damit auch das Ohr in den Polster drückt, spürt herkömmliche Stöpsel besonders deutlich.

Zwei Gründer und ein Jahr Entwicklung

Hinter dem Unternehmen stehen zwei junge Gründer mit unterschiedlichen Hintergründen. Der 28-jährige Benjamin Wachner stammt aus Kärnten, lebt inzwischen in Wien und erreicht über Social Media ein großes Publikum, wo er sich vor allem rund um Sport und Lebensstil zeigt. Sein 23-jähriger Partner Elias Baar ist Unternehmer und Spiegel-Bestseller-Autor und baut neben Sono weitere eigene Marken auf. 

Bis zur Marktreife des Gehörschutzes verging rund ein Jahr, in dem die beiden Materialien und Formen durchprobierten, ehe die Entscheidung für das weiche Silikon fiel. Verkauft wird seit Februar 2026, und zwar ausschließlich über die eigenen Kanäle. Die Nachfrage übertraf die Erwartungen der Gründer deutlich, denn nach drei Wochen war von der ersten Charge nichts mehr lieferbar.

Weniger Müll und eine zweite Variante

Neben dem Tragekomfort war den Gründern die Lebensdauer ein Anliegen. Ein Paar hält laut Wachner rund zwei Wochen, gereinigt wird es unter fließendem Leitungswasser, wobei sich die tatsächliche Haltbarkeit nach der Nutzungsintensität richtet. Gegenüber klassischen Schaumstoffstöpseln, die nach wenigen Nächten im Müll landen, falle damit erheblich weniger Abfall an. Eine Packung umfasst sechs Stöpsel samt Metalletui, das sie etwa auf Reisen schützen soll.

Seit dem Marktstart orientiert sich die Weiterentwicklung stark am Feedback aus der eigenen Community. Erprobt wurden seither auch abweichende Farben, Größen und Abschirmungsgrade, weil die Ansprüche je nach Schlafgewohnheit weit auseinandergehen. Mittlerweile steht das Produkt in zwei Ausführungen zur Wahl. Das Standardmodell dämpft nach Herstellerangaben um rund 22 Dezibel, während die neuere Deep-Sleep-Version mit größerem Silikonkörper dichter sitzt und stärker abschirmt.

www.sonoearplugs.com

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