Neue Form der Urlaubsplanung
93 Prozent der heimischen Hotels sind für KI kaum sichtbar

Wer Künstliche Intelligenz nach einer Unterkunft fragt, bekommt nur selten ein heimisches Haus genannt. Eine Untersuchung von 172 österreichischen Betrieben zeigt, wer im Land vorne liegt und wer gar nicht vorkommt.

Immer mehr Menschen planen ihren Urlaub inzwischen mithilfe von Künstlicher Intelligenz statt über eine klassische Suchmaschine. Wer heute eine Auszeit sucht, zieht dementsprechend oftmals ChatGPT, Gemini oder Claude zurate und bekommt statt einer Liste blauer Links eine knappe Empfehlung mit einigen konkreten Hotelnamen. Für Tourismusbetriebe bedeutet das, umzudenken und neben klassischem SEO, also der Optimierung für die vorderen Plätze in Google und Co., verstärkt auch auf GEO zu setzen, das die eigene Sichtbarkeit in den Antworten generativer KI-Systeme meint. Dass viele heimische Hotels hier noch ordentlich Nachholbedarf haben, zeigt eine aktuelle Untersuchung der niederösterreichischen Agentur maxonline (siehe Infobox). Demnach werden österreichische Betriebe in KI-Empfehlungen nämlich deutlich seltener gefunden als deutsche oder Schweizer Hotels.

Kennen ist nicht empfehlen

Analysiert wurden 515 Vier- und Fünf-Sterne-Hotels im DACH-Raum, davon 172 aus Österreich. Gemessen wurde nicht, ob ein KI-System ein Hotel kennt, denn das ist bei namentlicher Nachfrage fast immer der Fall, sondern ob es ein Haus empfiehlt, wenn ein Gast ohne Markennamen nach einer Unterkunft für eine Region oder einen konkreten Anlass fragt. Österreich landet mit 9,6 von 100 Punkten hinter Deutschland (11,2) und der Schweiz (14,3).

"Genau in dieser Situation entstehen neue Gäste", erläutert maxonline-Geschäftsführer Harald Fischl. "Der Gast kennt das Haus ja noch nicht. Er fragt nach einem Wanderurlaub mit Hund oder einem Wellnesswochenende – und bekommt drei bis fünf Namen genannt. Wer da nicht dabei ist, wird nicht schlechter bewertet. Er kommt gar nicht erst vor."

Graz vorne, Kärnten Schlusslicht

Innerhalb Österreichs schneidet Graz mit 15,5 Punkten am besten ab, gefolgt mit deutlichem Abstand von der Wachau (7,1). Kärnten bildet mit nur 4,4 Punkten das Schlusslicht. Auffällig ist, dass auch prestigeträchtige Regionen schlecht abschneiden, denn selbst Lech am Arlberg kommt nur auf 8,5 Punkte. 93 Prozent aller untersuchten Häuser bleiben unter 20 Punkten, 28 stehen sogar bei null, darunter Fünf-Sterne-Betriebe in bekannten Regionen.

Klar im Vorteil sind dagegen Hotelketten, die rund dreimal häufiger empfohlen werden als Einzelhäuser (36,2 gegenüber 11,2 Punkten), weil jede Erwähnung auf dieselbe Domain einzahlt und diese so in weit mehr Themen auftaucht. Für heimische Hotels müsse das aber kein Nachteil bleiben, denn der Empfehlungsraum sei laut den Studienautoren praktisch unbesetzt. Wer jetzt ein klares Thema besetze, seine Website mit Fakten statt Werbetexten füttere und externe Signale in Fachmedien und Verzeichnissen aufbaue, konkurriere mit fast niemandem, so das Fazit der Auswertung.

Die gesamte Studie können Sie hier nachlesen.

www.max-online.at

Über die Studie

Datengrundlage ist die AI-Visibility-Datenbank von Semrush mit über 289 Millionen realen Nutzeranfragen an KI-Systeme, erhoben über ChatGPT, Gemini, Perplexity und Google AI Overviews. Die Sichtbarkeitswerte sind modellbasiert und als richtungsweisend zu verstehen, nicht als exakte Messung einzelner Betriebe. Diese Einschränkung ist in der Studie offengelegt.

Die Studie nennt kein Hotel namentlich. Untersucht wurde ein Branchenmuster, nicht die Leistung einzelner Häuser. Von den 515 analysierten Domains entfallen 472 auf privat geführte Einzelhäuser und 43 auf Ketten- und Mehrhausbetriebe.

Kommentar veröffentlichen

* Pflichtfelder.

Über die Studie

Datengrundlage ist die AI-Visibility-Datenbank von Semrush mit über 289 Millionen realen Nutzeranfragen an KI-Systeme, erhoben über ChatGPT, Gemini, Perplexity und Google AI Overviews. Die Sichtbarkeitswerte sind modellbasiert und als richtungsweisend zu verstehen, nicht als exakte Messung einzelner Betriebe. Diese Einschränkung ist in der Studie offengelegt.

Die Studie nennt kein Hotel namentlich. Untersucht wurde ein Branchenmuster, nicht die Leistung einzelner Häuser. Von den 515 analysierten Domains entfallen 472 auf privat geführte Einzelhäuser und 43 auf Ketten- und Mehrhausbetriebe.

leadersnet.TV