Schlechte Planung als Kostenfalle
Wie Unternehmen teure Fehler beim Büroumzug vermeiden können

| Larissa Bilovits 
| 23.07.2026

Die Zahl der Unternehmensumzüge steigt, während der Aufwand hinter den Kulissen selbst bei kleineren Projekten rasant wächst. Wer zu spät mit der Planung beginnt, riskiert kostspielige Überraschungen.

Hybride Arbeitsmodelle, steigender Kostendruck und neue Anforderungen an moderne Arbeitsplätze verändern derzeit die heimische Bürolandschaft rasant. Unternehmen hinterfragen inzwischen zunehmend ihren Flächenbedarf, organisieren Standorte neu oder übersiedeln in kleinere Räumlichkeiten. Damit werden die einzelnen Umzüge zwar häufig kompakter, zugleich steigt jedoch der organisatorische Aufwand. Wie sich dieser Wandel konkret bemerkbar macht, zeigt beispielhaft eine aktuelle Analyse des auf Unternehmensumzüge spezialisierten Marktführers Frachtmeister.

Mehr Umzüge mit geringerem Volumen

Demnach sei die Zahl der Unternehmensumzüge in Wien und Niederösterreich zwischen 2023 und 2025 um rund 21 Prozent gestiegen. Österreichweit habe sich die Zahl der erfassten Büroumzüge im selben Zeitraum von 775 auf 893 erhöht. Von einem schrumpfenden Büromarkt könne daher nicht grundsätzlich gesprochen werden – vielmehr verändere sich die Art der Standortwechsel. Statt großangelegter Übersiedlungen würden zunehmend kleinere Projekte umgesetzt, die aufgrund zahlreicher Beteiligter und enger Zeitpläne jedoch eine umfangreichere Planung und Abstimmung erfordern.

"Unternehmen ziehen heute nicht seltener um, sondern anders. Statt außerordentlich große Standortwechsel umzusetzen, begleiten wir immer mehr kleinere, dafür wesentlich komplexere Projekte", fasst Lukas Minichmayr, Geschäftsführer von Frachtmeister, zusammen. Gründe dafür seien neben hybriden Arbeitsmodellen und dem steigenden Kostendruck auch die veränderte Nutzung moderner Büroflächen. Zudem würden wirtschaftliche Unsicherheiten dazu führen, dass Standortwechsel heute strategischer vorbereitet und Investitionen genauer abgewogen werden.

Was es für einen reibungslosen Umzug braucht

Aus seiner mehr als 30-jährigen Erfahrung mit Büroübersiedlungen leitet Frachtmeister drei zentrale Empfehlungen für die Planung ab. So sollte zunächst insbesondere bei größeren Projekten eine Vorlaufzeit von mindestens ein bis zwei Monaten eingeplant werden.

Darüber hinaus sei eine realistische Bestandsaufnahme entscheidend, da der tatsächliche Umfang einer Übersiedlung häufig unterschätzt werde. Neben Möbeln und technischen Geräten müssten etwa auch Archive, Lagerbestände sowie besondere Anforderungen an Transport oder Montage berücksichtigt werden.

Ebenso wichtig sei es, alle beteiligten Stellen möglichst früh einzubinden. Dazu zählen neben den zuständigen Mitarbeiter:innen auch die interne Haustechnik, Gebäudeverwaltungen und externe Dienstleister:innen. Unklare Zuständigkeiten oder zu spät abgestimmte Zeitfenster könnten nämlich nicht nur Verzögerungen, sondern auch zusätzliche Kosten verursachen.

Serviceorientiertes Gesamtangebot wird entscheidend

Die zunehmende Komplexität der Unternehmensumzüge zeige sich laut Frachtmeister auch in den eigenen Abläufen. So sei die Zahl der externen Qualitätsaudits gestiegen, während die Auslastung zuletzt 98 Prozent erreicht habe. "Der Markt entwickelt sich zunehmend von einem klassischen Umzugsgeschäft hin zu einem serviceorientierten Gesamtangebot. Entscheidend ist heute weniger der Transport selbst, sondern die Fähigkeit, komplexe Projekte effizient zu koordinieren", schließt Minichmayr.

www.frachtmeister.at

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