Mehr als 55 Millionen Euro
Koalition soll sich auf neues Medienförderpaket geeinigt haben

| Tobias Seifried 
| 19.07.2026

Laut einem Bericht haben sich ÖVP, SPÖ und NEOS auf ein neues Paket im Umfang von mehr als 55 Millionen Euro verständigt. Vorgesehen sind u.a. eine neue Zustellförderung und zusätzliche Mittel für die digitale Transformation.

Angekündigt war sie schon länger (LEADERSNET berichtete), nun soll die "Medienförderung neu" auf Schiene sein. Konkret soll sich die Bundesregierung laut einem Bericht des Standard auf ein neues Medienförderpaket geeinigt haben. Das Medienministerium habe gegenüber der Tageszeitung grundsätzlich eine Einigung bestätigt, nannte zunächst jedoch keine Details. Nach Informationen aus Regierungskreisen umfasse das Paket Förderungen im Ausmaß von mehr als 55 Millionen Euro, heißt es in dem Bericht.

Neue Zustellförderung und Digitalförderung

Den größten Posten bildet demnach eine neue Zustellförderung für abonnierte Tages- und Wochenzeitungen. Dafür sind ab 2027 jährlich 25 Millionen Euro vorgesehen. Zusätzlich soll die Digitaltransformationsförderung für die Jahre 2026 und 2027 mit jeweils 20 Millionen Euro fortgeführt werden.

Ein von der ÖVP geforderter eigener Fördertopf für Gratiszeitungen dürfte hingegen nicht kommen. Laut dem Standard seien entsprechende Sondermittel in den Verhandlungen zuletzt kein Thema mehr gewesen.

Zehn Millionen Euro für Medienkompetenz

Neu geplant sei außerdem eine Förderung von Medienkompetenz sowie journalistischen Angeboten für junge Menschen. Dafür sollen insgesamt zehn Millionen Euro bereitgestellt werden. Laut dem Bericht sollen sieben Millionen Euro in innovative journalistische Formate für junge Zielgruppen fließen. Die bisherige Förderung für Medienkompetenz beträgt rund 700.000 Euro jährlich.

EU-Prüfung steht noch aus

Mehrere Elemente des Förderpakets – darunter die neue Zustellförderung sowie die verlängerte Digitaltransformationsförderung – müssten noch von der Europäischen Union auf ihre Vereinbarkeit mit dem Wettbewerbsrecht geprüft werden.

Medienminister Andreas Babler erklärte laut Medienministerium, mit dem Paket werde gezielt in den Medienstandort und die Medienkompetenz junger Menschen investiert. Ziel sei es zudem, unabhängigen Qualitätsjournalismus langfristig zu stärken.

www.bmwkms.gv.at

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