Hernstein Management Report
Führungskräfte Studie: Weshalb Mitarbeitende lieber im Homeoffice bleiben

| Redaktion 
| 16.04.2024

Der aktuelle Hernstein Management Report wartet mit überraschenden Ergebnissen zum Thema New Work und Leadership auf.  

Neben der Viertagewoche dominiert das Thema Homeoffice die Frage, was New Work und moderne Arbeitsformen ausmacht. Der Hernstein Management Report widmete sich in einer neuen repräsentativen Befragung neuen Arbeitswelten und zeitgemäßem Leadership. 1.500 Führungskräfte in Österreich und Deutschland wurden um Auskunft gebeten. 

Warum wollen Mitarbeiter:innen dem Büro fernbleiben?

34 Prozent aller Führungskräfte sind der Meinung, dass Mitarbeitende im Homeoffice arbeiten, da sie nicht gerne im Büro sind. Als Ursache werden vor allem zwei Gründe genannt: Die Vermeidung von langen Arbeitswegen sowie das Arbeitsklima und die sozialen Rahmenbedingungen im Team. Bessere Zeiteinteilung für Familie und Haushalt, bequemeres und günstigeres Arbeiten zu Hause, Stressvermeidung, Gesundheit sowie weniger Motivation wurden als Gründe deutlich seltener angeführt.

© Hernstein Management Report 

Empathisches Leadership zugunsten eines besseren Arbeitsklimas

"Über Führungsarbeit und Leadership kann man insbesondere bei schlechtem Arbeitsklima entgegenwirken", ist Michaela Kreitmayer, Leiterin des Hernstein Instituts überzeugt. Welche persönlichen Eigenschaften sind es nun, die aus der Eigensicht von Führungskräften Leadership ausmachen? 54 Prozent nennen an erster Stelle Empathie und Einfühlungsvermögen, knapp gefolgt von einer offenen Haltung sowie Verlässlichkeit und Erreichbarkeit mit jeweils 53 Prozent. Eine geringe Rolle spielt die Präsenz von Führungskräften am Arbeitsplatz und das Kriterium "mehr am Arbeitsplatz zu sein als die Mitarbeitenden": Lediglich 12 Prozent sehen darin einen sehr wichtigen Aspekt von Leadership. "Führungskräfte können durch einfühlsames Handeln nicht nur die Produktivität stark positiv beeinflussen, sondern auch die Motivation der Mitarbeiter:innen sowie die Stimmung im Unternehmen verbessern", erklärt Kreitmayer.

Office-Präsenz als Leadership-Kriterium geringer gewichtet

Während, wie erwähnt 54 Prozent Empathie für ein sehr wichtiges Persönlichkeitsmerkmal halten, meinen nur 32 Prozent, dass dieses auf ihre eigene Führungskraft voll zutrifft. Fast ebenso stark ist diese Abweichung bei dem Merkmal "Rücksicht auf Stärken und Schwächen der Mitarbeitenden nehmen"; 49 Prozent halten das für sehr wichtig, aber nur 28 Prozent sehen es als voll zutreffend. Eine Übererfüllung gibt es hingegen bei dem Kriterium "vor Ort sein": Dieses sehen 12 Prozent als sehr wichtig an, 22 Prozent meinen jedoch, dass dies in hohem Maße bereits verwirklicht ist.

www.hernstein.at

Kommentar schreiben

* Pflichtfelder.

leadersnet.TV