Kunsthaus Köflach zeigt "p.s.: Pferd"
Mit Rosinante gegen Windmühlen: Wenn Lipizzaner-Tradition auf moderne Kunst trifft

| Gerhard Krispl / LEADERSNET-ART Herausgeber 
| 09.09.2026

Die Ausstellung "p.s.: Pferd" im Kunsthaus Köflach wirft einen zeitgenössischen Blick auf das Pferd zwischen Tradition, Mythos und Gegenwart. Noch bis 25. September 2026 treffen historische Zeugnisse auf internationale und regionale künstlerische Positionen.

Was haben Kaiser Karl VI., Don Quichottes Rocinante und zeitgenössische Kunst gemeinsam? Sie begegnen einander derzeit im Kunsthaus Köflach. Die Sonderausstellung "p.s.: Pferd" verbindet historische Zeugnisse mit internationalen und regionalen künstlerischen Positionen und macht das Pferd zum Ausgangspunkt für eine Reise zwischen Tradition, Mythos und Gegenwart.

"Der Impuls für p.s.: Pferd entstand beim Lipizzaner-Almabtrieb 2025. Diese tief in Köflach verwurzelte Tradition sollte durch die Kunst begleitet und in ihrer kulturellen Bedeutung gewürdigt werden", erklärt Ulrike Janach, Leiterin des Kunsthauses Köflach.

Am 4. September eröffnet, versammelt die Ausstellung Künstler:innen aus Österreich und dem Ausland. Josefina Pino, Juan Callejas, Robert Freund, Christine Kertz, Franz Roupec, Renate Prehal, Andreas Döringer, Markus Hofer und Rainer Henze nähern sich dem Pferd auf höchst unterschiedliche Weise.

Huflattich von Markus Hofer links und Das fliehende Pferd von Juan Callejas
Huflattich, Markus Hofer (l.) und Das fliehende Pferd, Juan Callejas © KHK

Besonders reizvoll ist der Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Möglich wird er durch die bewährte Kooperation mit dem Stift St. Paul im Lavanttal. Historische Leihgaben aus dem 18. und 19. Jahrhundert treffen auf zeitgenössische Arbeiten. Ein außergewöhnliches Exponat ist eine Federzeichnung Kaiser Karls VI. aus dem Jahr 1730.

Auch die internationalen Verbindungen der Ausstellung sind unmittelbar sichtbar. Juan Callejas schuf zwei Werke eigens für "p.s.: Pferd". Seine transparente, vielschichtige Auseinandersetzung mit Oberfläche und Material verleiht dem Motiv eine besondere Präsenz. Aus Mallorca kam ein Auftragswerk von Josefina Pino: Rocinante, Don Quichottes treue Gefährtin. "Ich habe mich sofort in dieses Bild verliebt", erzählt Janach. Und zieht augenzwinkernd die Verbindung zur eigenen Arbeit: "Ein wenig ist die Arbeit in der Kunst immer auch ein Kampf gegen Windmühlen. Doch Engagement und Beharrlichkeit lohnen sich."

Rocinante, Josefina Pino
Rocinante, Josefina Pino © KHK

Dass dieses Engagement auf Resonanz stößt, zeigte die Eröffnung mit zahlreichen Gästen aus Kunst, Kultur und Gesellschaft. Auch die ehemalige Kulturministerin Claudia Schmied besuchte die Ausstellung und kündigte an, künftig regelmäßig ins Kunsthaus Köflach zu kommen.

Publikum
Kunsthaus Köflach, Publikum © FOTO agathon KOREN

"p.s.: Pferd" soll künftig rund um den Lipizzaner-Almabtrieb jährlich einen besonderen kulturellen Akzent setzen. Die Ausstellungen der kommenden zwei Jahre sind bereits vorbereitet.

p.p.s.: Der diesjährige Lipizzaner-Almabtrieb findet am Samstag, 12. September, mit einem vielfältigen Tagesprogramm statt.

Sonderausstellung "p.s.: Pferd"
Kunsthaus Köflach
Bis 25. September 2026
www.kunsthaus-k.at

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Herausgeber von LEADERSNET-ART ist Gerhard Krispl.

 

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