Video Accenture Tech Vision 2024
"Die Zeit, in der wir selbst im Internet etwas suchen, ist bald vorbei"

| Tobias Seifried 
| 09.04.2024

Mit der Tech Vision blickt Accenture jedes Jahr in die Zukunft. 2024 stehen vier Technologietrends rund um Generative KI im Mittelpunkt. Demnach ermöglicht die noch junge Technologie eine neue Ära der Produktivität und Kreativität. LEADERSNET.tv hat mit dem zuständigen Managing Director über die neuesten Erkenntnisse gesprochen und nachgefragt, welche Potenziale "GenAI" tatsächlich bietet und weshalb sie einen echten Wendepunkt darstellen soll.

Im Vergleich zur herkömmlichen Künstlichen Intelligenz (KI) geht Generative künstliche Intelligenz (GenAI) noch einmal deutlich weiter. Diese Technologie agiert nämlich wie der Mensch. Expert:innen zufolge habe sie damit ein beispielloses Veränderungspotenzial. Passend dazu zeigt die Accenture Tech Vision 2024 mit dem Titel "Wie ein Mensch", die sich auf die KI-Technologie fokussiert, dass GenAI eine neue Ära der Produktivität und Kreativität ermöglichen soll. Mit der Studie blickt das Unternehmen Jahr für Jahr in die Zukunft. In Wien wurden nun die diesjährigen Erkenntnisse, Ergebnisse und Trends präsentiert. LEADERSNET.tv war mit dabei und fragte bei Christian Winkelhofer, Managing Director für neue Technologien von Accenture Österreich, unter anderem nach, welche Potenziale Generative künstliche Intelligenz tatsächlich bietet.

Blick in die Zukunft

"Mit der Tech Vision blickt Accenture jedes Jahr in die Zukunft. Wir kennen die technologischen Entwicklungen, die bestimmend sein werden. So können wir die Trends aus den Zukunftstechnologien und deren Bedeutung für uns Menschen ableiten", sagt Winkelhofer und betont: "Wir müssen lernen, KI zu nutzen und die neuen Möglichkeiten zu erkennen. Das schafft enorme Wertschöpfungspotenziale."

Die vier Technologietrends der Tech Vision 2024 lauten: "Neuer Zugang zu Wissen", "Vom Assistenten zum Akteur", "Ein neues Universum" und "Neue menschliche Schnittstellen" (Details siehe Infobox).

Technologie markiert Wendepunkt

Laut Winkelhofer stehe Generative KI in ihrer Entwicklung und Entfaltung erst ganz am Anfang. "Diese Technologie ist ein echter Wendepunkt, weil sie anders ist. Die Verwendung wird immer menschenähnlicher", erklärt der Accenture-Experte. Die Dimension von KI würde sich auch in den Investitionen widerspiegeln: Die Ausgaben für Gen AI sollen laut Studien bis 2027 jährlich 140 Milliarden US-Dollar übersteigen. "Mit KI können wir Branchen, Unternehmen, Geschäftsmodelle und Prozesse vollkommen neu denken. Wir können Business neu erfinden, neu definieren und neu entwickeln", unterstreicht Winkelhofer.

Zum Trend "Neuer Zugang zu Wissen" sagt der Managing Director für neue Technologien von Accenture Österreich: "Die Zeit, in der wir selbst im Internet etwas suchen, oder in einem Betriebshandbuch etwas nachlesen, ist vorbei. Wir werden der Maschine sagen, was wir wissen wollen und wie wir dieses Wissen anwenden möchten. Die Maschine wird das dann für uns erledigen. Zugang zu Wissen wird sich völlig neu gestalten. Das hat Auswirkungen auf uns als Organisationen, wie wir das Wissen bereitstellen müssen, dass die Maschine damit umgehen kann. Aber es wirkt sich vor allem auch auf die Menschen aus. Sie müssen die Fähigkeit haben, dieses Wissen mit der maschinellen Unterstützung entsprechend zu konsumieren und gute Fortschritte zu erzielen."

Die Verantwortlichkeit werde sich dadurch jedoch nicht verändern, so Winkelhofer: "Der Mensch ist immer dafür verantwortlich, für das, was er tut. Ob er dabei von einer Künstlichen Intelligenz unterstützt wird, oder nicht, ändert daran nichts."

Weitere spannende Erkenntnisse im Video

Weshalb die natürliche Sprache von GenAI laut Christian Winkelhofer große Vorteile bietet, wieso das richtige Sprechen mit der Maschine zu einer neuen Kernkompetenz werden muss und wichtige Erkenntnisse zu den weiteren Zukunftstrends sehen Sie im LEADERSNET.tv-Video.

www.accenture.com

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Die vier Technologietrends

  1. Neuer Zugang zu Wissen: Wissen steht im Zeitalter von KI in einer neuen Dimension zur Verfügung. Das Bereitstellen von Informationen wird neu definiert. Die Zeit des Nachschlagens und Suchens ist Geschichte. Daten werden auf eine neue Art und Weise zugänglich gemacht – sie bildet menschenähnliches Denken ab. Gemäß den menschlichen Anweisungen wird Wissen zusammengefasst, aufbereitet oder angewendet. Unternehmen, die KI-basierte Wissenstools zur Verfügung stellen, werden enorme Leistungssteigerungen und Wettbewerbsvorteile haben. Das hat bedeutende Auswirkungen auf die Arbeitswelt: 44 Prozent aller Arbeitsstunden könnten von generativer KI unterstützt werden. CEOs erkennen heute schon dieses Potenzial. 95 Prozent der Führungskräfte sagen, dass sich "die Art und Weise, wie wir mit Daten interagieren, ändern wird".

  2. Vom Assistenten zum Akteur: Heute verfügbare Gen AI-Technologien wie Chat GPT können die Rolle von persönlichen Assistenten einnehmen. Sie recherchieren, bereiten Informationen auf oder erstellen Texte, Präsentationen und Sheets. Künftig wird sich die Rolle vom Assistenten zu einem Akteur entwickeln. Der KI-Agent agiert mit den jeweils bereitgestellten Hintergrundwissen und Rahmenbedingungen, unterstützt und handelt eigenständig. Dies hat das Potenzial, Produktivität und Innovation auf ein neues Niveau zu heben. Denn KI-Agenten erledigen einfache Informationsanfragen genauso wie komplexe Themen wie z. B. Vertragsverhandlungen. Sie werden schließlich beginnen, miteinander zu interagieren. Diese Vision teilen die für die Tech Vision befragten Führungskräfte: 94 Prozent sind der Meinung, dass sich die Fähigkeiten der KI erweitern und von der Unterstützung zu eigenständigem Handeln übergehen werden.

  3. Ein neues Universum: Bisher war alles in 2D. Die Zukunft liegt in immersiven Welten der persönlichen Interaktion, indem wir unsere physischen 2D-Welten in neue 3D-Umgebungen erweitern, die durch Spatial Computing, das Metaverse, digitale Zwillinge und AR/VR-Technologien entstehen. Gen AI beschleunigt die Entwicklung räumlicher Umgebungen und macht sie schneller und günstiger. Die Dimension "Raum" wird relativ. Unternehmen überholen den Verbraucher mithilfe von digitalen Zwillingen, VR und anderen räumlichen Anwendungen. Jetzt geht es darum, ein größeres Ökosystem zu schaffen, in dem diese Erfahrungen miteinander verbunden sind.

  4. Neue menschliche Schnittstellen: Tastatur und Bildschirm sind seit Jahrzehnten die Interaktionsmöglichkeit der Menschen mit Technologie. Diese Schnittstelle wird neu definiert. Innovative Technologien wie KI-Wearables und Gehirn-Computer-Schnittstellen können eine nahtlose Verbindung der Menschen mit Technologie ermöglichen. Körper sind Datenspeicher und können Technologie auf eine natürlichere Weise steuern. Verhaltensweisen und Nutzer-Absichten können künftig besser verstanden werden. Dies bringt den Unternehmen vollkommen neue Möglichkeiten für ihre Produkte und Services.

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Die vier Technologietrends

  1. Neuer Zugang zu Wissen: Wissen steht im Zeitalter von KI in einer neuen Dimension zur Verfügung. Das Bereitstellen von Informationen wird neu definiert. Die Zeit des Nachschlagens und Suchens ist Geschichte. Daten werden auf eine neue Art und Weise zugänglich gemacht – sie bildet menschenähnliches Denken ab. Gemäß den menschlichen Anweisungen wird Wissen zusammengefasst, aufbereitet oder angewendet. Unternehmen, die KI-basierte Wissenstools zur Verfügung stellen, werden enorme Leistungssteigerungen und Wettbewerbsvorteile haben. Das hat bedeutende Auswirkungen auf die Arbeitswelt: 44 Prozent aller Arbeitsstunden könnten von generativer KI unterstützt werden. CEOs erkennen heute schon dieses Potenzial. 95 Prozent der Führungskräfte sagen, dass sich "die Art und Weise, wie wir mit Daten interagieren, ändern wird".

  2. Vom Assistenten zum Akteur: Heute verfügbare Gen AI-Technologien wie Chat GPT können die Rolle von persönlichen Assistenten einnehmen. Sie recherchieren, bereiten Informationen auf oder erstellen Texte, Präsentationen und Sheets. Künftig wird sich die Rolle vom Assistenten zu einem Akteur entwickeln. Der KI-Agent agiert mit den jeweils bereitgestellten Hintergrundwissen und Rahmenbedingungen, unterstützt und handelt eigenständig. Dies hat das Potenzial, Produktivität und Innovation auf ein neues Niveau zu heben. Denn KI-Agenten erledigen einfache Informationsanfragen genauso wie komplexe Themen wie z. B. Vertragsverhandlungen. Sie werden schließlich beginnen, miteinander zu interagieren. Diese Vision teilen die für die Tech Vision befragten Führungskräfte: 94 Prozent sind der Meinung, dass sich die Fähigkeiten der KI erweitern und von der Unterstützung zu eigenständigem Handeln übergehen werden.

  3. Ein neues Universum: Bisher war alles in 2D. Die Zukunft liegt in immersiven Welten der persönlichen Interaktion, indem wir unsere physischen 2D-Welten in neue 3D-Umgebungen erweitern, die durch Spatial Computing, das Metaverse, digitale Zwillinge und AR/VR-Technologien entstehen. Gen AI beschleunigt die Entwicklung räumlicher Umgebungen und macht sie schneller und günstiger. Die Dimension "Raum" wird relativ. Unternehmen überholen den Verbraucher mithilfe von digitalen Zwillingen, VR und anderen räumlichen Anwendungen. Jetzt geht es darum, ein größeres Ökosystem zu schaffen, in dem diese Erfahrungen miteinander verbunden sind.

  4. Neue menschliche Schnittstellen: Tastatur und Bildschirm sind seit Jahrzehnten die Interaktionsmöglichkeit der Menschen mit Technologie. Diese Schnittstelle wird neu definiert. Innovative Technologien wie KI-Wearables und Gehirn-Computer-Schnittstellen können eine nahtlose Verbindung der Menschen mit Technologie ermöglichen. Körper sind Datenspeicher und können Technologie auf eine natürlichere Weise steuern. Verhaltensweisen und Nutzer-Absichten können künftig besser verstanden werden. Dies bringt den Unternehmen vollkommen neue Möglichkeiten für ihre Produkte und Services.

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