Fotos von der PK-Studienpräsentation
Wohnimmobilien bleiben wichtiger Baustein für langfristigen Vermögensaufbau

| Redaktion 
| 24.09.2026

Das Interesse an Immobilieninvestments ist in Österreich hoch. Besonders die junge Generation zeigt Kaufbereitschaft, während hohe Preise und fehlendes Eigenkapital den Einstieg erschweren.

Wohnimmobilien spielen für viele Menschen in Österreich weiterhin eine wichtige Rolle beim langfristigen Vermögensaufbau. Mehr als drei Viertel der Befragten einer aktuellen Studie betrachten sie als sichere und attraktive Anlageform. 62,6 Prozent können sich demnach vorstellen, künftig in Wohnimmobilien zu investieren.

Die Untersuchung wurde anlässlich des 20-jährigen Bestehens der Raiffeisen Vorsorge Wohnung GmbH (RVW) erstmals in Auftrag gegeben und vom Marktforschungsinstitut Marketagent durchgeführt.

Sicherheit steht bei Anleger:innen im Vordergrund

Bei der Auswahl einer Immobilie sind für die Befragten vor allem finanzielle Sicherheit, Wertbeständigkeit und kalkulierbare Kosten relevant. An erster Stelle steht dabei der Kaufpreis. 73,7 Prozent nennen ihn als wichtiges Auswahlkriterium. Dahinter folgen der Zustand des Objekts mit 66,9 Prozent und die Lage mit 61,8 Prozent. Eine geringere Bedeutung hat laut der Studie hingegen die Energieeffizienz. Sie wird von 38 Prozent der Befragten als wichtiges Kriterium genannt. 

Marion Weinberger-Fritz, Geschäftsführerin der Raiffeisen Vorsorge Wohnung GmbH, sieht in den Ergebnissen eine Bestätigung für den Stellenwert von Immobilien als Investment: "Die Studie zeigt sehr klar, dass Wohnimmobilien bei den Österreicher:innen weiterhin einen hohen Stellenwert genießen und als sicherer Hafen für Investments wahrgenommen werden."

Für Anleger:innen komme es darauf an, ein wirtschaftlich tragfähiges Gesamtpaket zusammenzustellen, das einen langfristigen Vermögensaufbau ermögliche, erklärte Weinberger-Fritz. 

Eigennutzung und Geldanlage werden häufig kombiniert

Bei der Frage, welchem Zweck ein künftiger Immobilienerwerb dienen soll, zeigt sich kein einheitliches Bild. 36,2 Prozent würden eine Immobilie sowohl selbst nutzen als auch als Geldanlage betrachten. 32,7 Prozent würden ausschließlich zu Anlagezwecken investieren, während 23,6 Prozent ausschließlich an einer Eigennutzung interessiert wären. 

Dabei zeigen sich Unterschiede zwischen Frauen und Männern. 38,9 Prozent der Männer würden Immobilien ausschließlich als Geldanlage erwerben, bei den Frauen sind es 25,2 Prozent. Umgekehrt betrachten 43,8 Prozent der Frauen eine Kombination aus Eigennutzung und Geldanlage als Option, verglichen mit 29,7 Prozent der Männer. 

Mehrheit erwartet steigende Wohnungsnachfrage 

Die Studienteilnehmer:innen rechnen zugleich mit einer angespannten Entwicklung am Wohnungsmarkt. 85,5 Prozent gehen davon aus, dass die Nachfrage nach Wohnungen in den kommenden Jahren steigen wird. 81,6 Prozent erwarten zudem eine Wohnungsknappheit in den großen österreichischen Städten. 

Gerade bei jüngeren Menschen zeigt sich laut Untersuchung ein beträchtliches Interesse am Immobilienerwerb. 54,7 Prozent der Befragten aus der Generation Z planen demnach, künftig eine Wohnimmobilie zu erwerben. Dem stehen jedoch finanzielle Hürden gegenüber. 46,2 Prozent nennen fehlendes Eigenkapital als Hindernis, 46,1 Prozent verweisen auf hohe Immobilienpreise. 

Für die RVW deuteten die Ergebnisse damit auf ein längerfristiges Nachfragepotenzial auch bei jenen Altersgruppen hin, die vielfach erst am Beginn ihres Vermögensaufbaus stehen.

Banken bleiben zentrale Informationsquelle

Bei der Suche nach Informationen über Immobilieninvestments spielen Banken und Finanzberater:innen eine wichtige Rolle. 36,1 Prozent der Befragten nennen sie als wichtigste Informationsquelle. Bei den Babyboomern beträgt dieser Anteil 49,8 Prozent. 

Jüngere Menschen informieren sich laut Studie anders: In der Generation Z haben digitale Informationskanäle eine deutlich größere Bedeutung als bei älteren Generationen.

Nachfrage nach Immobilienfinanzierungen gestiegen

Auch bei der Raiffeisen Stadtbank Wien habe das Interesse an privaten Immobilienfinanzierungen zugenommen. Das Wohnbaukreditvolumen sei im laufenden Jahr um 2,6 Prozent auf 2,5 Milliarden Euro gestiegen. 

"Wir beobachten aktuell eine steigende Nachfrage insbesondere bei Bestandsimmobilien, Sanierungen und energetischen Verbesserungen", erklärt Christiane Flehberger, Vorstandsdirektorin Privatkunden & KMU bei der Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien.

Die Bank biete dabei Beratung zu Fördermöglichkeiten und individuellen Versicherungslösungen an, so Flehberger. Ergänzend stehe mit Raiffeisen WirStrom ein regionaler Stromtarif zur Verfügung. Auch die Zusammenarbeit mit der Raiffeisen Vorsorge Wohnung GmbH spiele dabei eine Rolle. 

LEADERSNET war bei der Pressekonferenz. Einen Eindruck können Sie sich hier machen. 

www.rvw.at

www.marketagent.com

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