Die Rotweingala 2018, präsentiert vom Gourmetmagazin „Falstaff“, war nicht nur die bisher größte Veranstaltung ihrer Art, heuer nahm auch zum ersten Mal mit Kroatien, ein Gastland an der Gala teil. Weingüter aus Istrien, Dalmatien, Slavonien und dem kroatischen Hochland reichten, neben den 200 österreichischen Winzern, ihre besten Rotweine in der Wiener Hofburg zur Verkostung. Der Publikumsandrang war mit 2.000 Besuchern gewohnt groß.
Zwei der drei ersten Plätze kommen aus Göttlesbrunn.
Als Höhepunkt des Rotweinfestivals galt wie jedes Jahr, die Prämierung des Falstaff-Siegers. Nachdem Falstaff-Chefredaktuer Peter Moser knapp 1.300 Rotweine verkostet hatte, ließ er die bestbewerteten von einer Fachjury erneut blind verkosten. In diesem Finaldurchgang wurden aus den punkthöchsten Weinen die Sieger und die Sortensieger 2018 bestimmt.

Falstaff-Sieger Walter Glatzer (2. von links) © Falstaff/Ludwig Schedl
Die begehrte Trophäe ging heuer an das Weingut Werner Glatzer aus Göttlesbrunn, Carnuntum. Walter Glatzer ist als einer der qualitativen Motoren der Weinbauregion Carnuntum bekannt, seine Rotweine, allen voran der beliebte Blaue Zweigelt „Dornenvogel“, zählen zu den Produkten mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis Österreichs. Seit dem Jahrgang 2015 gibt es eine neue, markante Flaschenausstattung mit der sich das Weingut Glatzer noch deutlicher und vor allem mit individuelleren Weinen präsentiert. Eine wahre Klasse für sich ist der elegante St. Laurent „Ried Altenberg 2016“. Mit dem Weingut Gesellmann aus Deutschkreutz und dem „Bela Rex 2016“ landete kein Unbekannter auf Platz zwei und das Siegespodium machte das Weingut Franz und Christine Netzl ebenfalls aus Göttlesbrunn, Carnuntum, mit ihrem „Ried Bärnreiser Anna-Christina 2016“ komplett.
Die Sortensieger:
Blauer Zweigelt 2016: Zweigelt Ried Schüttenberg 2016, Weingut Philipp Grassl, Göttlesbrunn, Carnuntum
Cabernet Sauvignon 2016: Cabernet Sauvignon Ried Neuberg 2016, Winzerhof Kiss, Jois, Leithaberg
Blaufränkisch 2016: Leithaberg DAC Ried Gritschenberg Jois 2016, Weingut Anita und Hans Nittnaus, Gols, Neusiedlersee
Cuvée 2016: Bela Rex 2016, Weingut Gesellmann, Deutschkreutz, Mittelburgenland
Merlot 2016: Merlot Unplugged 2016, Weingut Hannes Reeh, Andau, Neusiedlersee
Pinot Noir 2016: Pinot Noir Ried Holzspur 2016, Weingut Johanneshof Reinisch, Tattendorf, Thermenregion
St. Laurent 2016: St. Laurent Ried Altenberg 2016, Weingut Walter Glatzer, Göttlesbrunn, Carnuntum
Syrah 2016: Syrah Ried Kirchtal Reserve 2016, Weingut Artner, Höflein, Carnuntum

© Falstaff/Ludwig Schedl
Falstaff Reserve Trophy:
Für eine Teilnahme an dieser Kategorie kommen nur Weine infrage, die frühestens drei Jahre nach dem Erntezeitpunkt auf den Markt gebracht werden und daher an der regulären Prämierung nicht teilnehmen können.
1. Platz: Cuvée Kerschbaum 2015, Weingut Paul Kerschbaum, Horitschon, Mittelburgenland
2. Platz: Werner Achs 2015, Weingut Werner Achs, Gols, Neusiedlersee
3. Platz – ex aequo: Blaufränkisch Ried Kleinhöfleiner Setz 2015, Weingut Kollwentz, Großhöflein, Leithaberg und Blaufränkisch Grande Reserve V-MAX 2015, Rotweingut Prickler, Lutzmannsburg, Mittelburgenland
Der Jahrgang 2016
Generell hatte es der Jahrgang 2016 wettermäßig ziemlich in sich und bereitete den heimischen Rotweinerzeugern einiges Kopfzerbrechen. Ernteausfälle von 50 Prozent zur üblichen Erntemenge waren die Folge von Frostschäden und Hagelunwettern. Letztendlich gab aber das geerntete Traubenmaterial durchaus Anlass zur Freude: gute Ausreifung, eine schöne reife Säure sowie niedrige pH-Werte erlaubten eine saubere Vinifizierung, gerade auch bei den mikrobiologisch diffizileren Maischegärungen der Rotweine. Das Resultat der enormen Bemühungen sind sehr fruchtige und sortentypische Weine mit gutem, aber nicht zu üppigem Körper. Dies gilt sowohl für die roten Leitsorten Zweigelt als auch für Blaufränkisch. Eine schöne und ausgewogene Säure unterstützt die Fruchtigkeit, während der mittlere Alkoholgehalt für angenehmen Trinkspaß sorgt.
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