Wer investiert und wohnt in Österreichs luxuriösesten Immobilien?

| 09.10.2018

Gewisse Lagen in Wien sind im Premiumsegment stark an Beliebtheit gestiegen - Bulgaren und Russen lieben noch immer Prunk. 

Wer aktuell in Österreich eine Immobilie im Premium-Segment kaufen möchte, der hat die Qual der Wahl – denn vom Innenstadt-Penthouse über die Villa am Weinberg bis hin zum prächtigen Landhaus mit Seezugang ist alles möglich, was das Luxusherz begehrt. Das zieht vor allem internationale Interessenten an, die sich vom ausgezeichneten Ruf der lebenswertesten Stadt der Welt und malerischen Urlaubsregionen locken lassen. Doch wer lässt sich nun auf diesen teuren Pflastern nieder? Diese Frage analysieren die Experten des Luxusimmobilienportals FindMyHome.at Premium Living, das sich speziell der Präsentation und zielgruppengerechten Vermarktung hochpreisiger Immobilien widmet.

"Das Verhältnis zwischen Männern und Frauen ist annähernd ausgeglichen – das ist sehr spannend, da die Immobiliensuche normalerweise weiblich dominiert ist", so Immobilien-Experte Gabel-Hlawa von FindMyHome.at Premium Living. Zudem sind Interessenten von Luxusimmobilien deutlich älter: Durchschnittlich sind Käufer der Luxus-Angebote rund 43 Jahre alt, wobei die Gruppe der 45 bis 54-Jährigen, gefolgt von den 55 bis 64-Jährigen am stärksten vertreten ist. Zum Vergleich: Bei Suchanfragen im mittleren Preis-Segment rangiert die Gruppe der 25 bis 34-Jährigen auf dem ersten Platz. Dazu kommt der wichtige Faktor der Internationalität, denn vor allem außerhalb der Landesgrenzen gelten österreichische Luxusimmobilien als heißes Pflaster: Interessenten stammen aus Deutschland und der Schweiz, aber auch aus Bulgarien, Russland, der Ukraine, dem Iran oder der Türkei.

Österreicher in der Minderheit

Heimische Interessenten machen rund 30 Prozent der Käufer in Wien aus und liegen damit in der Minderheit. Sie stammen vor allem aus den Bundesländern Tirol, Salzburg und Oberösterreich und suchen in der Regel Immobilien als Alterssitz, als Anlage und Drittwohnsitz. "Dabei mögen es die Österreicher leger – zumindest, was die Größe angeht. Beliebt sind eher kleine bis mittelgroße Wohnungen, dafür aber in Best-Lagen, wie etwa am Wiener Ring rund um Kunst und Kultur oder an besonders charmanten Plätzen im ersten Bezirk. Gewisse Lagen in Wien 2, 4 und 7 sind im Premiumsegment stark an Beliebtheit gestiegen. Wichtig ist oft der besondere Blick. In Österreich ist zudem die Kreativ- und Promiszene stark vertreten: Die meisten Käufe stammen von Künstlern, Sängern und Schauspielern. Erst danach kommen die Unternehmer", so Gabel-Hlawa.

 

Die stärkste Käufergruppe von Luxus-Immobilien stellen unsere deutschen Nachbarn dar. "Vor allem Interessenten aus Süddeutschland, die für den Sommer- und Winterurlaub ein Stück gen Süden fahren, aber auch Hamburger interessieren sich für Urlaubsimmobilien der Extraklasse. Sie suchen primär in Tourismusgebieten in Salzburg, Tirol oder Kärnten", so Gabel-Hlawa.

Je typischer Wien, desto besser

"In Wien sind es Liebhaber unserer Kultur und Kulinarik, die Business mit dem Angenehmen verbinden. Hier liegen deutsche und schweizerische Interessenten ex aequo auf. Bei den Interessenten aus Osteuropa handelt es sich meist um wohlhabende Unternehmer im Bereich 50 plus. Sie interessieren sich für die Immobilien als Wertanlage, aber auch für den Wienbesuch. Je typischer Wien, desto besser: Gefragt sind vor allem repräsentative, charmante Altbauwohnungen im imperialen Stil. Die Größe spielt hier übrigens sehr wohl eine Rolle: Es kommt nicht selten vor, dass 500 Quadratmeter und mehr in einer einzigen Beletage gewünscht sind", erklärt der Experte.

 Online-Präsentation spielt große Rolle 

"Früher fanden Luxusimmobilien eher über persönliche Empfehlungen ihre Abnehmer – das Angebot in Österreich war jedoch auch überschaubar. Wer eine Luxusimmobilie wollte, konnte sich gezielt an einige wenige Makler wenden, die im hochpreisigen Segment aktiv waren", so Gabel-Hlawa. Heute ist die  Online-Präsentation mit Fokus auf das Visuelle  bei hochwertigen Immobilien ein Muss. Auch soziale Medien werden immer wichtiger. (red)