So stellt sich Hilton Hotels und Resorts das Reisen in hundert Jahren vor

| 25.08.2019

Anlässlich seines 100-jährigen Jubiläums präsentierte der Hotelkonzern seine Visionen für das Reiseverhalten im Jahr 2119.

Die 1919 gegründete und heute global operierende Hotelgruppe „Hilton“ wagt gemeinsam mit Zukunftsforschern und hauseigenen Experten einen Blick in die Zukunft und skizziert, wie sich die Tourismusbranche in den nächsten hundert Jahren entwickeln könnte. Dabei kamen recht plausible Visionen zutage, bei anderen fällt es etwas schwerer, sich damit anzufreunden.

Grundsätzlich sieht laut der Studie die Zukunft des Reisens erheblich rosiger aus, das Thema Nachhaltigkeit scheint bei der Tourismusindustrie angekommen zu sein, mit den ökologischen Ressourcen wird deutlich behutsamer umgegangen. So soll zum Beispiel die Halle der Zukunftshotels aus Plastik aus den Meeren gebaut werden.

Zum Urlaubsort gelangen die Touristen 2119 in autonomen Reisekapseln, mit denen sie praktisch jeden Ort der Erde bzw. Unterwasserdestinationen erreichen können. Aber auch der Kurzurlaub auf dem Mond soll dann zum Pauschalreisestandard gehören. Über einen Mikrochip, der in hundert Jahren wohl jedem Menschen ohnehin in die Haut implantiert ist, wird das Hotel, bereits über den Gast informiert und kann individuell auf seine Wünsche eingehen. „Jeder Ort verwandelt sich in den perfekten, hyperpersonalisierten Bereich des Gastes“, so der Hilton-Bericht, „Sternenhimmel für Weltraumliebhaber, Sand statt Teppich unter den Füßen, Telefonpartner lassen sich per Hologramm ins Zimmer beamen. Es wird virtuelle Kleiderschränke geben, die eine endlose Auswahl an nachhaltiger Kleidung anbieten, was das Packen von Koffern und den Transport von Gepäck überflüssig macht“.

In Zukunft wird es auch egal sein, wo das Hotel steht, smarte Technologie wird die Naturgewalten überlisten, egal ob in der Wüste oder an der Küste: „Fassaden aus unzerbrechlichen Materialien werden den Aufprall von riesigen Hagelkörnern absorbieren und in Energie zur Versorgung des Hotels umwandeln. Die Hochwasserschutztechnologie erkennt das Herannahen von Wassermassen, verankert das Hotel am Boden oder hebt das gesamte Gebäude auf ein sicheres Level.“


© Hilton

Wie in hundert Jahren das kulinarische Angebot im Hotel sein wird, lässt sich etwa so vermuten: Generell weiß der Koch dank des implantierten Chips schon vorher was der Gast gerne mag und wogegen er allergisch ist. Süßalgenkroketten, Käfer-Bolognese, Planktontörtchen und Raupenspieße stehen eventuell am Speiseplan, Fastfood gibt es in Form von Pillen, die sämtliche Nährstoffe beinhalten. Das gewünschte Menü kommt im Zimmer aus dem 3D-Drucker, wie sehr man noch Hotelrestaurants und den Kontakt mit anderen Gästen schätzt, bleibt abzuwarten.


© Hilton

Körperliche Aktivitäten werden auch 2119 ein Thema sein. Um Fitness betreiben zu können, wird jeder Wunschort und jede Wunschaktivität ins Hotelzimmer projiziert, auch virtuelle Animateure sind stets zur Stelle. Der Gast soll dort Sport betreiben, wo er will, auf einer Klettertour am Mount Everest oder beim Wettschwimmen mit einer 3D-animierten Wasserschildkröte in der Karibik und die Kinderbetreuung soll rund um die Uhr ebenfalls durch virtuelle Personal Trainer gewährleistet sein.

Es bleibt zu hoffen, dass den Menschen auch in hundert Jahren genügend Zeit und Geld zur Erholung bleibt und dass die Welt noch annähernd so aussieht, wie wir sie geerbt haben.