EQC: Der Mercedes unter den Elektrofahrzeugen

| 10.09.2018

Mit Hilfe zweier Elektromotoren erreicht das erste Fahrzeug der EQ-Serie 408 PS, die Reichweite beträgt 450 Kilometer.

Auf dem Pariser Autosalon 2016 präsentierte Mercedes-Benz erstmals seine neue Produkt- und Technologiemarke für Elektromobilität, vergangene Woche stellte die deutsche Nobelmarke in Stockholm den „EQC“ vor und bereits Mitte 2019 werden die ersten Elektro-Mercedes auf den Straßen zu sehen sein.

Mit einem nahtlosen, klaren Design und markentypischen Farbakzenten soll der EQC Vorreiter einer avantgardistischen Elektro-Ästhetik werden und zugleich die Designsprache eines progressiven Luxus vertreten. In puncto Qualität, Sicherheit und Komfort setzt Mercedes-Benz auch in diesem Segment gewohnt hohe Maßstäbe. Hinzu kommt eine hohe Fahrdynamik, zwei Elektromotoren, an Vorder- und Hinterachse, welche dem EQC die Fahreigenschaften eines Allradantriebs verleihen. Zusammen leisten die beiden E-Maschinen 300 kW bzw. 408 PS, das maximale Drehmoment beträgt 765 Nm. 5,1 Sekunden benötigt das SUV von 0 auf 100, die Höchstgeschwindigkeit ist bei 180 km/h erreicht (abgeregelt). Dank einer ausgeklügelten Betriebsstrategie ist nach vorläufigen Angaben eine elektrische Reichweite von über 450 km nach NEFZ möglich.


© Daimler AG

Der EQC verfügt serienmäßig über einen wassergekühlten On-Board-Lader mit einer Leistung von 7,4 kW und ist damit für das Wechselstrom-(AC-)Laden zu Hause und an öffentlichen Ladestationen vorbereitet.

Progressiver Luxus

Aufgrund seiner kraftvollen Proportion – 4,8 Meter lang, 2 Meter breit, 1,6 Meter hoch und 2,5 Tonnen schwer – zählt der EQC zu den Crossover-SUV. Die gestreckte Dachlinie und die Scheibengrafik mit einer tief positionierten Bordkante und dem coupéhaften Dacheinzug am Heck positionieren ihn optisch zwischen einem SUV und einem SUV-Coupé. Prägnantes Merkmal der Front ist die große Black-Panel-Fläche, die die Scheinwerfer und den Grill umschließt. Blaue Streifen auf schwarzem Grund unterstreichen die Zugehörigkeit zur neuen EQ-Familie, genauso wie die Felgen in Bicolor-Ausführung.

Auch im Innenraum ist der EQC Vorreiter einer avantgardistischen Elektro-Ästhetik. Ein Beispiel dafür ist der Lamellenkragen der Instrumententafel, der an die Kühlrippen eines Hi-Fi-Verstärkers erinnert. Die Instrumententafel ist als fahrerorientiertes Cockpit konzipiert. Das Mercedes-Benz typische Flügelprofil wurde asymmetrisch ausgeführt und im Fahrerbereich „aufgeschnitten“. Dort befindet sich als optisches Highlights des Cockpits, eine technisch anmutende, hochglanzlackierte Kassette, in der flach bauende Lüftungsdüsen mit schlüsselförmigen, roségoldfarbenen Lamellen sitzen.


© Daimler AG

Sparsame Fahrprogramm-Varianten

Fünf Fahrprogramme mit unterschiedlicher Charakteristik stehen dem Fahrer zur Auswahl: Comfort, Eco, Max Range, Sport sowie ein individuell anpassbares Programm. Eine wesentliche Rolle bei den sparsameren Fahrprogramm-Varianten spielt das haptische Fahrpedal, das den Fahrer beim ökonomischen Fahren leitet.

Im EQC arbeitet die jüngste Generation der Fahrassistenz-Systeme von Mercedes-Benz. Dazu gehören im Fahrassistenz-Paket neue Funktionen wie eine vorausschauende Geschwindigkeitsanpassung im Hinblick auf ein Stauende: Wird ein Stau erkannt, reduziert der aktive Abstands-Assistent Distronic die Geschwindigkeit vorsorglich auf zirka 100 km/h.

Weiters erhält der EQC das wegweisende Multimediasystem MBUX – Mercedes-Benz User Experience, ergänzt um zahlreiche EQ-spezifische Inhalte wie beispielsweise die Anzeige von Reichweite, Ladezustand und Energiefluss. EQ-optimierte Navigation, Fahrprogramme, Ladestrom und Abfahrtszeit lassen sich ebenfalls über MBUX bedienen und einstellen. Mit dem Mercedes „me“ verfügt der EQC über Services und Funktionen wie Vorklimatisierung über eine App, eine optimierte Navigation unter Berücksichtigung der kürzesten Ladezeit, die Routenplanung kann in Zukunft ebenfalls mittels App off- bzw. onboard erfolgen, über sie sind auch die Ladestationen unterwegs leicht zu finden.

Einen Preis für den EQC gab Mercedes bisher noch nicht bekannt. (red)