Jérôme Lambert übernimmt die Richemont-Uhrensparte

| 13.11.2017

Der frühere CEO von Montblanc und Jaeger-LeCoultre steigt in die neugeschaffene Position des COO auf.

Beim Schweizer Luxusgüter-Konzern Richemont soll Firmenveteran Jérôme Lambert das kriselnde Uhrengeschäft wieder auf Trab bringen. Wie der Konzern mitteilte, behält der langjährige Manager auch die Verantwortung für das operative Geschäft des Gesamtkonzerns. Mit der Ernennung beendet Richemont eine schon Monate dauernde Führungskrise. Lamberts Vorgänger, Georges Kern, hatte im Sommer nur wenige Monate nach seiner Ernennung das Handtuch geworfen und war zum Konkurrenten Breitling gewechselt. Jérôme Lambert ist nun für alle Richemont-Marken außer Cartier und Van Cleef & Arpels verantwortlich. Diese übernimmt Emmanuel Perrin, der internationale Verkaufsdirektor von Cartier, er wurde zum Vertriebschef für die genuinen Uhrenmarken ernannt.

Wie das Branchenmagazin watchtime.net berichtet, gab Richemont gleichzeitig die Zahlen für die erste Hälfte des Geschäftsjahres 2017/18 (1. März bis 30. September) bekannt. Demnach konnte die Gruppe nach dem schwierigen Jahr 2016 wieder wachsen. Der Umsatz erhöhte sich um 10 Prozent auf 5,6 Milliarden Euro, der operative Gewinn um 46 Prozent auf 1,166 Milliarden Euro. Rechnet man einmalige Belastungen des Vorjahreszeitraums in Höhe von 249 Millionen Euro heraus – sie stammen vor allem von umfassenden Rückkäufen von Ladenhütern, um die Fachhandelspartner im Uhrengeschäft zu entlasten – ergibt sich immer noch eine Zunahme des operativen Gewinns um 11 Prozent. Die Rückkehr des Wachstums betrifft alle Segmente, Regionen und Verkaufskanäle. Im Uhren- und Schmuckbereich, der besonders gebeutelt gewesen war, ist das Wachstum zweistellig, wobei die positive Entwicklung in erster Linie durch die Märkte China, Korea, Hongkong und Großbritannien bestimmt wurde. (red)

 

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