Die Marke WMF, bekannt als Hersteller erstklassiger Küchenausstattung für anspruchsvolle Haushalte und als professioneller Partner für Gastronomie, Hotellerie, Büros usw., eröffnete den ersten SEB Professional Showroom mit angeschlossenem Café, der sowohl für B2B als auch B2C Kunden zugänglich ist (LEADERSNET berichtete). Einerseits um diese über das spezielle Gesamtangebot was die Zubereitung und Präsentation des Kaffees betrifft, zu informieren, andererseits um auch einer breiteren Öffentlichkeit die Emotion zu vermitteln, welche qualitativ hochwertige Kaffeemaschinen samt dazugehörigen Accessoires in harmonischer Architektur auslöst.
"Prinzipiell hat Luxus immer etwas mit Emotion zu tun. Letztendlich geht es darum, was bedeutet für einen persönlich Luxus. Aus meiner Sicht vor allem die Möglichkeit, sich Zeit für etwas zu nehmen", beginnt Markus Ferrigato unser Gespräch. "Man ordnet sein ganzes Leben einem Kalender zu und der Kalender treibt einen vor sich her. Der wahre Luxus ist allerdings, wenn man sich zumindest einmal am Tag bewusst etwas Zeit nimmt, bewusst auf andere Themen, auf die Hektik verzichtet, sich zurücklehnt und dann zum Beispiel eine Tasse mit qualitativ hochwertigem Kaffee genießt. Jüngere Generationen interpretieren Luxus bereits etwas anders. Man nimmt sich für den luxuriösen Moment Zeit, um neue Getränke-Kreationen wie zum Beispiel Matcha-Latte auszuprobieren – und dabei spielt der Preis eine eher untergeordnete Rolle.
Gewünschtes Emotionserlebnis
Dieser Moment sollte etwas Besonderes sein, Emotion ist weiterhin das Thema. Ferrigato: "Dazu ist ein Medium notwendig, ein solches wäre zum Beispiel unsere Kaffeemaschine. Das Medium allein macht es aber nicht aus – das durch die Emotion erzeugte Resultat ist dieser frisch gebrühte Kaffee, dieses Geräusch, wenn man die Milch aufschäumt, diese sensorischen Erlebnisse, wenn die Bohnen gemahlen werden, der erste Kaffeeduft durch den Raum schwebt und man das Produkt in der Tasse auch noch mit der perfekten Crema sieht und es dann zum ersten Mal verkostet. Das ist letztendlich der Moment, wo man auch in den Gesichtern sieht, dass die gewünschte Emotion erzeugt wurde, für die sich der Endkunde letztendlich auch die Zeit reserviert hat."
Showroom in Wien
WMF Professional Coffee Machines & Equipment gehört – gemeinsam mit Schaerer Professional Coffee Machines, La San Marco Siebträger Espresso-Maschinen sowie dem Saftpressen-Hersteller Zummo Juicers – zur Groupe SEB und stellt im neuen Showroom und Cafe unterschiedliche Kaffeemaschinen zur Verfügung.
"Im neuen Showroom geben wir den Verantwortlichen in der Gastronomie, Hotellerie, Industrie, Büros usw. einen umfassenden Überblick. Im Sortiment finden sich Siebträgermaschinen – für alle, auch B2C, die sich intensiv mit Kaffee beschäftigen und Parameter wie Mahlgrad, Temperatur und Röstung verstehen möchten – genauso, wie Vollautomaten", so der SEB Professional Managing Director.
Die Zusammenarbeit mit vielen verschiedenen Röstern verläuft laut Markus Ferrigto völlig neutral. "Uns ist wichtig, die jeweilige Bohne genau zu verstehen, da keine Bohne und kein Blend dem anderen gleicht. Nur so lassen sich die richtigen Einstellungen am Siebträger oder Vollautomaten vornehmen, um den vom Röster gewünschten Geschmack zu erzielen. Dabei spielen zahlreiche Parameter eine Rolle, etwa Temperatur, Grammatur, Präinfusion, Durchlauftemperatur sowie Druckverläufe während der Extraktion. Bereits kleine Anpassungen können das Geschmacksprofil deutlich verändern."
Professionelles B2B-Equipment
Ein zentraler Punkt ist für den Experten die Reproduzierbarkeit. "Einen guten Kaffee einmal zuzubereiten ist relativ einfach, entscheidend ist jedoch, diese Qualität konstant und mehrfach hintereinander zu erreichen. Hier liegen die großen Stärken der Vollautomaten. Gleiches gilt für die Milchschaumqualität, etwa beim Cappuccino, die in Optik und Konsistenz jederzeit gleichbleibend sein muss. Genau in dieser konstanten Reproduktion hochwertiger Qualität sind wir besonders stark."
Der Porzellan- und Glasbereich zählt ebenfalls zum WMF-B2B Segment. "Wir stellen Tassen, Teller und Schalen aus Porzellan, Keramik und Bone China – der hochwertigsten Porzellankategorie – her, dazu Kaffeetassen aus Glas und zahlreiche Bestecke. Unsere Kaffeelöffel gibt es in unterschiedlichen Varianten und Ausprägungen, weil unsere Kunden damit auch ihre Identität auszudrücken. Sich eine solche zu bewahren, ist ja letztendlich auch wieder eine Art Luxus – dass man sich nicht der breiten Masse unterordnet, sondern Individualität hervorhebt.
Auf die Frage nach der Geschäftsentwicklung antwortet Markus Ferrigato: "Die Geschäftsentwicklung ist je nach Segment unterschiedlich, wir blicken aber summa summarum zufrieden auf das vergangene Jahr. Wir setzen vor allem auf ein Gesamtpaket für unsere Kunden, nämlich Kaffeemaschine und professioneller Service, damit die Kaffeemaschine nie stillsteht. Die Variationen werden zunehmend experimenteller, auch in Richtung neuer Zutaten und Milch-Alternativen. Trends verstärken sich hin zu Matcha oder Roten-Rüben Extrakten, wobei Kaffee weiterhin eine wirklich essenzielle Zutat bleibt. Eine gewisse Experimentierfreudigkeit ist verstärkt zu bemerken, wobei Österreich nach wie vor das Land des Verlängerten, des Espresso oder des Cappuccinos ist."
www.wmf.com