Auktion: Neil Armstrongs Nachlass bringt 7,45 Millionen US-Dollar

| 06.11.2018

Mehr als 2.000 Erinnerungsstücke des ersten Menschen auf dem Mond wurden in Dallas versteigert.

Sechs Jahre nach dem Tod des US-Astronauten Neil Armstrong entschieden sich, laut einer Meldung der Nachrichtenagentur Reuters, seine Söhne Mark und Eric mehr als 2.000 Erinnerungsstücke ihres Vaters zu versteigern. Neil Armstrong (1930 bis 2012) war Kommandant der Raumfahrtmission Apollo 11 auf der ihm auch die beiden Astronauten Buzz Aldrin und Michael Collins begleiteten. Als erster Mensch betrat er am 21. Juli 1969 den Mond. Unvergessen sind Armstrongs Worte: „Das ist ein kleiner Schritt für den Menschen ...ein...riesiger Sprung für die Menschheit.“

Der bereits zu Lebzeiten legendäre Astronaut galt als ruhiger, zurückhaltender Mensch und als leidenschaftlicher Sammler, er bewahrte nahezu alles auf, was mit Raumfahrt und Fliegerei zu tun hatte. Laut dem Auktionshaus Heritage Auctions in Dallas, im US-Bundesstaat Texas, erbrachte die Versteigerung insgesamt einen Erlös von 7,45 Millionen Dollar bzw. 6,56 Millionen Euro. Den höchsten Ertrag mit fast 470.000 Dollar erzielte dabei eine Identifikationsplakette, die Armstrong in der Mondlandefähre „Eagle“ bei sich hatte.


Raumfahranzug 1966 und Identifikationsplakette „Eagle“ © Heritage Auctions

Weiters befanden sich unter den Sammlerstücken Briefe, Anstecknadeln und eine Fahne, die mit Armstrong ins All geflogen war. Ein Raumanzug, den er 1966 an Bord der Weltraummission Gemini 8 getragen hatte, brachte der Familie fast 110.000 Dollar.

Bereits bei der Ankündigung der Versteigerung erwähnte Mark Armstrong, dass sein Vater nie erklärt habe, was mit seinem Nachlass passieren soll: „Ich glaube, er hat sich darüber nicht viele Gedanken gemacht. Aber er hat die Sachen behalten, sie haben ihm also offensichtlich etwas bedeutet. Es gibt Stücke, die einen zum Denken bringen, Stücke, die einen zum Lachen bringen, und Stücke, die einen dazu bringen, sich vor Staunen am Kopf zu kratzen,“ so Mark Armstrong. Weil einige Objekte restauriert werden mussten, entschied sich die Familie für die Versteigerung.

Bereits zuvor überließen Armstrongs Erben historische Objekte des Vaters dem Raumfahrtmuseum – National Air and Space Museum – in Washington. Zwei weitere Auktionen mit restlichen Stücken aus dem Nachlass sind im kommenden Jahr geplant. (red)

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