Pandemie beflügelt Markt für Superyachten

Etliche Milliardäre entfliehen den Lockdowns – 2021 bereits über 200 Schiffe neu im Wasser.

Mehr Milliardäre, die aufgrund der COVID-19-Pandemie besonders motiviert sind, Menschenmassen aus dem Weg zu gehen: Das bedeutet Rückenwind für den Superyacht-Markt. Die Verkaufszahlen für Yachten über 30 Meter Länge lagen in den ersten neun Monaten dieses Jahres deutlich über dem Vor-Pandemie-Niveau, berichtet The Times. In den ersten neun Monaten sind demnach über 200 der Luxusschiffe neu vom Stapel gelaufen.

Boomende Luxusbranche

Zu Beginn der Pandemie war zwar auch die Luxusyacht-Branche wie gelähmt, doch erholt sie sich nun schnell. Bei Yachten mit über 30 Metern Länge gab es im bisherigen Jahresverlauf ein Plus von acht Prozent in den Verkaufszahlen, so das Branchenmedium The Superyacht Group. "2021w ird jedes der vergangen zwölf Jahre signifikant outperformen", prognostiziert der Yacht-Broker Fraser Yachts.

Bereits jetzt sind 330 weitere Superyachten bis 2023 bestellt. Die steigende Nachfrage nach den bis zu 600 Millionen Dollar (520 Millionen Euro) teuren Luxusschiffen hängt dabei mit der steigenden Zahl an Milliardären weltweit zusammen. Die Pandemie dürfte dabei letztendlich zusätzlich verstärkend gewirkt haben. Denn eine Superyacht bietet letztlich die Möglichkeit, auf See relativ normal in Luxus zu schwelgen, statt irgendwo im Lockdown zu schmoren. Das könnte jene unter den laut Forbes mittlerweile 2.755 Milliardären weltweit, die mangels Yacht zu letzterem gezwungen waren, zum Kauf angespornt haben. (pte)