Fotos der Premiere
Wiener Metropol brachte Nestroys "Lumpazivagabundus" in den Dreivierteltakt

Andy Lee Lang, Martin Muliar, Aris Sas und Florian Stanek stehen im Mittelpunkt der neuen Eigenproduktion. Peter Hofbauers Bearbeitung erzählt mit Musik von Carl Michael Ziehrer von unverhofftem Wohlstand und der Frage, was Geld tatsächlich verändern kann.

Ein Lotteriegewinn eröffnet neue Möglichkeiten, schafft aber noch keine neuen Menschen. Um diesen Gedanken kreist "Lumpazivagabundus", mit dem das Wiener Metropol am 1. Oktober seine neue Eigenproduktion präsentierte. Unter dem Zusatz "Nestroy im 3/4 Takt" verbindet das Haus Johann Nestroys Theaterstoff mit Musik von Carl Michael Ziehrer. Das Singspiel stammt von Peter Hofbauer, Regie führt Peter Kratochvil.

Im Zentrum stehen drei mittellose Handwerksgesellen, deren Leben durch einen Lotteriegewinn eine unerwartete Wendung nimmt. Was zunächst nach einem gemeinsamen Ausweg aus der Armut aussieht, führt zu unterschiedlichen Entscheidungen. Denn die finanzielle Freiheit löst weder alte Gewohnheiten auf noch beantwortet sie die Frage, wie ein gelungenes Leben aussehen könnte.

Das Glück stellt die Gesellen auf die Probe

Die Geschichte gewinnt ihre Komik aus der Kluft zwischen neuen Möglichkeiten und vertrauten Schwächen. Zugleich steckt darin eine gesellschaftliche Frage, die über das persönliche Schicksal der Figuren hinausweist. Wie sehr bestimmen die materiellen Verhältnisse das Handeln – und was bleibt von einem Menschen, wenn sich diese plötzlich ändern?

Martin Muliar übernimmt die Rolle des Knieriem, Aris Sas spielt Leim und Florian Stanek Zwirn. Als titelgebender Lumpazivagabundus steht Andy Lee Lang auf der Bühne. Tania Golden als Fortuna und Nazide Aylin als Palpitti ergänzen das Spiel um Glück und Verführbarkeit.

Wiener Theaterstoff trifft auf Wiener Unterhaltungsmusik

Die musikalische Ebene bildet Ziehrers Werk. Zu den angekündigten Kompositionen zählen der "Schönfeldmarsch" sowie die Walzer "Wiener Madl’n", "Wiener Bürger" und "Hereinspaziert". Damit begegnen einander zwei Traditionen der Wiener Unterhaltungskultur – die sprachliche Gesellschaftskomödie und die Tanzmusik.

Das Metropol knüpft mit dieser Verbindung an "Liebesgeschichten und Heiratssachen" an, das im Herbst 2025 ebenfalls als "Nestroy im Dreivierteltakt" auf dem Programm stand (LEADERSNET berichtete). Die musikalische Leitung der neuen Produktion liegt bei Florian Schäfer, die Choreografie bei Lisa-Marie Rettenbacher. Ilona Glöckel verantwortet Bühne und Kostüme.

Weitere Vorstellungen von "Lumpazivagabundus" sind im Wiener Metropol bis 25. Oktober 2026 angesetzt.

Unter den Gästen

Unter den Premierengästen waren unter anderem Peter Hofbauer (Direktor des Wiener Metropols und Autor der Produktion), Vera Russwurm (Fernsehmoderatorin), Magic Christian (Zauberkünstler), Toni Polster (ehemaliger Fußballnationalspieler und Fußballtrainer), Gerhard Ernst (Schauspieler und Sänger), Heinz Stiastny (Public Business Manager bei Arrow ECS Austria), Manfred Waba (Bühnenbildner), Domino Blue (Sängerin, Performancekünstlerin und Produzentin), Carmen Knor (Unternehmerin und Moderatorin), Gary Lux (Sänger, Musiker und Musikproduzent), Werner Auer (Sänger, Musicaldarsteller und Intendant der Felsenbühne Staatz), Peter Horak (Sänger, Schauspieler und Regisseur), Tamara Trojani (Schauspielerin), Konstantin Schenk (Schauspieler), Peter Dobcak (Managing Partner Culinarius), Edith Leyrer (Schauspielerin und Kabarettistin), Missy May (Sängerin und Musicaldarstellerin) sowie Birgit Sarata (Grande Dame der Wiener Gesellschaft) und viele mehr.

Einen Eindruck von der Premiere können Sie mittels Galerie gewinnen.

www.wiener-metropol.at

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