Wie können Unternehmen vorhandene Daten so nutzen, dass daraus konkrete Anwendungen, bessere Entscheidungen und wirtschaftlicher Mehrwert entstehen? Mit dieser Frage beschäftigte sich das Business Breakfast "Unlocking the Value of Enterprise Data: How Modern Data Platforms Enable Innovation, AI & Growth", das Tieto gemeinsam mit Databricks im Millennium Tower in Wien veranstaltete.
Rund 40 Teilnehmer:innen erhielten dabei Einblicke in unterschiedliche Ansätze für den Einsatz moderner Datenplattformen. Das Programm reichte von der Databricks-Roadmap über Erfahrungen der Vienna Insurance Group (VIG) mit ihrer Daten- und KI-Transformation bis zu einer Live-Demonstration, bei der Tieto die Verbindung von IoT- und SAP-Daten anhand eines Windpark-Modells zeigte.
Daten als Ausgangspunkt für KI-Anwendungen
Lukas Keller, Head of Strategic Partnerships bei Tieto, rückte zu Beginn das Zusammenspiel von Datenbasis und künstlicher Intelligenz in den Mittelpunkt. "Daten sind das Fundament – KI dient als Multiplikator. Gemeinsam eröffnen sie Unternehmen heute völlig neue Möglichkeiten, sofern sie bereit sind, innovative Technologien gezielt einzusetzen und die KI-Transformation als Chance zu begreifen."
Tieto verfolgt dabei den Ansatz, bestehende Datenlandschaften mit der Databricks Data Intelligence Platform zu verbinden. Damit solle eine Grundlage geschaffen werden, auf der Unternehmen ihre vorhandenen Informationen systematisch nutzen und daraus Wettbewerbsvorteile entwickeln könnten.
Databricks setzt auf eine gemeinsame Plattform
Wie der Einstieg in eine solche Datenarchitektur aussehen kann, erläuterte Marc Susagna Holgado, Senior Solution Engineer bei Databricks. In seinem Vortrag "How to get started with Databricks" präsentierte er die Vision und Roadmap des Unternehmens und stellte verschiedene Anwendungsmöglichkeiten vor.
Diese reichen von der Verarbeitung von Echtzeitdaten und KI-gestützter Prozessautomatisierung bis zu Governance und Compliance. Die Plattform basiere auf einer offenen Infrastruktur, durch die Datensilos vermieden und unterschiedliche Datenformate verarbeitet werden könnten.
Wie sich daraus konkrete Anwendungen entwickeln lassen, demonstrierte Susagna Holgado am Beispiel einer fiktiven Bäckereikette. Mithilfe von Conversational Analytics ließen sich Sales-Reportings rasch erstellen und beispielsweise Erkenntnisse darüber gewinnen, welche Backwaren besonders gefragt seien. Diese Informationen könnten wiederum als Grundlage für Sortimentsentscheidungen dienen.
VIG will Daten und KI konzernweit skalieren
Einen Einblick in die praktische Umsetzung innerhalb eines international tätigen Konzerns gab Carsten Dehner, Head of Data & Analytics bei der Vienna Insurance Group. Unter dem Titel "Shared Data & AI Platform, Local Impact: Scaling Data & AI Across VIG" erläuterte er den Aufbau einer gemeinsam genutzten Datenplattform innerhalb der Versicherungsgruppe.
Der Ansatz soll es ermöglichen, Daten- und KI-Anwendungen über die verschiedenen internationalen Konzerngesellschaften hinweg zu skalieren und zugleich einen konkreten Nutzen in den jeweiligen lokalen Märkten zu erzielen.
Im Mittelpunkt stehe dabei der wirtschaftliche Mehrwert. KI solle laut Dehner unter anderem dazu beitragen, unnötige Kosten zu reduzieren, das Kundenerlebnis zu verbessern und zusätzliches Wachstum zu ermöglichen. Der Praxisbericht zeigte damit, wie eine gemeinsame technologische Basis mit unterschiedlichen Anforderungen innerhalb eines internationalen Konzerns verbunden werden kann.
Windpark-Demo verbindet Maschinen- und Geschäftsdaten
Wie die Verknüpfung verschiedener Datenquellen in der Praxis aussehen kann, demonstrierte Christoph Lutz, Senior Solutioning Lead bei Tieto Tech Consulting. In seiner Live-Demo "Mehrwert aus IoT- und SAP-Daten mit Databricks schaffen" arbeitete er mit einem Windpark-Modell.
Dabei wurden Maschinen- und Sensordaten mit betriebswirtschaftlichen Informationen aus SAP zusammengeführt. Ziel sei es, aus diesen unterschiedlichen Datenquellen unmittelbar nutzbare Informationen für betriebliche Entscheidungen abzuleiten.
Am Beispiel eines Dashboards für die Wartungsplanung zeigte Lutz, wie sich etwa ermitteln lässt, welche drei Turbinen besonders dringend gewartet werden müssen. Auf diese Weise könnten Verantwortliche im Windpark-Management schneller erkennen, wo Handlungsbedarf bestehe, und Wartungsentscheidungen entsprechend priorisieren.
Interesse an skalierbaren Lösungen
Nach den Fachvorträgen bot das gemeinsame Frühstück Gelegenheit zum Austausch mit den Referenten und zwischen den Teilnehmer:innen. Die Diskussionen hätten aus Sicht von Tieto deutlich gemacht, dass Unternehmen nach Lösungen suchen, mit denen sich Datenplattformen und KI-Anwendungen auch in größerem Maßstab einsetzen lassen.
Robert Kaup, CEO Tieto Austria und Head of Tieto Tech Consulting Central Europe, zog zum Abschluss ein entsprechendes Resümee: "Die Gespräche zeigten, wie groß das Interesse an skalierbaren Datenplattformen und praxistauglichen KI-Anwendungen im Markt ist."
LEADERSNET war bei der Veranstaltung. Einen Eindruck können Sie sich hier machen.
www.tieto.com
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