Fotos der Programmpräsentation
Herbstgold-Festival und Keys to Heaven spannen 2027 einen weiten Klangbogen

Das Piano Festival Keys to Heaven eröffnet im April das Festivaljahr 2027 in Eisenstadt. Im September verbindet Herbstgold klassische Orchesterwerke mit Kammermusik, Film, Literatur und Blasmusik.

Im Schloss Esterházy stehen 2027 zwei mehrtägige Musikfestivals auf dem Programm. Von 22. bis 25. April widmet sich Keys to Heaven unterschiedlichen Zugängen zum Klavier. Zwischen 15. und 26. September bringt das Herbstgold-Festival internationale Orchester, Kammermusik, Literatur, Film- und Blasmusik nach Eisenstadt.

"Schloss Esterházy ist seit Jahrhunderten ein Ort, an dem Musikgeschichte geschrieben wird. Mit Keys to Heaven und Herbstgold machen wir die musikalische Tradition dieses Hauses lebendig und eröffnen zugleich neue Perspektiven für die Kultur von heute", so Rico Gulda, Generalintendant der Esterhazy Privatstiftungen.

Während die Pianistin Maria Radutu das Klavierfestival künstlerisch leitet, versammelt Herbstgold-Intendant Julian Rachlin vier internationale Orchester: das Chamber Orchestra of Europe, das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin, das Budapest Festival Orchestra und das BBC Philharmonic Orchestra. Zu den angekündigten Künstler:innen gehören außerdem der Pianist Seong-Jin Cho, der Dirigent Trevor Pinnock, Dirigent Iván Fischer, Schauspieler Philipp Hochmair (Hier geht's zum LEADERSNET-Interview), Cellistin Julia Hagen und das norwegische Streichquartett Opus 13

Grenzenlose Welt des Klaviers

Bei der dritten Ausgabe von Keys to Heaven eröffnet der japanische Pianist Hayato Sumino, der auch unter dem Namen Cateen bekannt ist, am 22. April das Konzertprogramm mit Musik aus seinem Album "Chopin Orbit". Am selben Tag richtet sich "Cinello mit der roten Nase" gemeinsam mit der Geigerin Maria Sotriffer an Kinder zwischen einem und sechs Jahren. Am 23. April spricht der Chirurg und Jazzpianist Günther Straub über Synästhesie, bevor Maria Radutu und der Künstler Martin Tardy im Programm "Human" Musik, Erzählung und Live-Malerei zusammenführen. Eine Jazz-Session mit Straub im Hotel Galántha beschließt den Festivaltag.

Am 24. April folgen ein Festivalbrunch mit Miloš Todorovski im Restaurant Henrici sowie ein Konzert der Musicbanda Franui mit Maria Radutu. Dabei treffen Werke von Schubert und Bartók auf Einflüsse aus Volksmusik, Jazz und zeitgenössischer Musik. Später präsentieren der Tenor Jacques le Roux und Radutu unter dem Titel "Die Winterreifen" eine Neuinterpretation von Schuberts "Winterreise". Den Abschluss gestalten am 25. April die Schlagzeugerin Vivi Vassileva und der Pianist Frank Dupree mit Werken von Thierry Deleruyelle, Péter Eötvös, John Psathas und Chick Corea.

Haydn und Beethoven eröffnen das Festival

Den Auftakt des Herbstgold-Festivals gestalten am 15. September der südkoreanische Pianist Seong-Jin Cho, Trevor Pinnock und das Chamber Orchestra of Europe. Das Eröffnungsprogramm verbindet Beethovens drittes Klavierkonzert in c-Moll mit Haydns Sinfonie Nr. 103, der sogenannten "Sinfonie mit dem Paukenwirbel". Zudem erklingen Mendelssohns Ouvertüre "Die schöne Melusine" und Sibelius' "Szene mit Kranichen". Am folgenden Abend übernimmt Rachlin die Leitung des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin. Auf dem Programm stehen Johannes Brahms' zweites Klavierkonzert und Antonín Dvořák achte Sinfonie. 

Der 17. September steht dann ganz im Zeichen Beethovens. Das Budapest Festival Orchestra musiziert unter der Leitung von Iván Fischer, während Rachlin als Solist auftritt. Zu hören sind Beethovens Violinkonzert in D-Dur und seine zweite Sinfonie. Einen Tag später folgt mit Beethovens neunter Sinfonie einer der zentralen Programmpunkte des Festivals. Gemeinsam mit dem Chamber Orchestra of Europe und internationalen Solist:innen ist dabei auch der Arnold Schoenberg Chor zu hören. Die musikalische Leitung übernimmt Julian Rachlin.

Kammermusik und französisches Kino

Nach den groß besetzten Konzertabenden wechselt Herbstgold am 19. September in einen intimeren Rahmen. Das norwegische Streichquartett Opus 13 spielt Werke von Haydn, Benjamin Britten und Beethoven. Konkret umfasst das Programm Haydns Streichquartett in D-Dur op. 76 Nr. 5, Brittens erstes Streichquartett sowie Beethovens erstes "Rasumowsky-Quartett".

Auch das Kino bleibt Bestandteil des Festivals. Am 21. September wird die französische Tragikomödie "Die leisen und die großen Töne" gezeigt. Der Film von Emmanuel Courcol erzählt von zwei Brüdern aus unterschiedlichen Lebenswelten, die ihre gemeinsame Verbindung zur Musik entdecken.

Das Janoska Ensemble geht nach Hollywood

Filmmusik steht auch am 23. September im Mittelpunkt. Unter dem Titel "Janoska goes Hollywood" widmet sich das Janoska Ensemble gemeinsam mit Special Guest Árpád Janoska Kompositionen von John Williams, Hans Zimmer und Ennio Morricone. Das Ensemble verbindet die bekannten Melodien mit seinem zwischen Klassik und Improvisation angesiedelten Stil. Einen Tag später bringt das österreichische Bläserensemble Federspiel sein "Best of"-Programm nach Eisenstadt. Die sieben Musiker verbinden alpenländische Klangtraditionen mit Elementen aus Weltmusik und zeitgenössischen Kompositionen.

Philipp Hochmair gibt Goethes Werther eine Stimme

Literatur und Kammermusik treffen am 25. September aufeinander. Philipp Hochmair interpretiert Goethes Briefroman "Die Leiden des jungen Werthers". Begleitet wird der Schauspieler von Alexander Sitkovetsky, Paul Huang, Sarah McElravy und Julia Hagen. Hochmair nähert sich Goethes 1774 erschienenem Text als unmittelbarer Bühnenerzählung. Die Verbindung mit einem Streichensemble rückt Werthers Gefühlswelt zwischen Euphorie, Zurückweisung und Selbstzerstörung in einen musikalischen Kontext.

BBC Philharmonic beschließt das Festival

Das Abschlusskonzert findet am 26. September bereits am Vormittag statt. Unter der Leitung von Rachlin spielt das BBC Philharmonic Orchestra unter anderem Brahms’ zweite Sinfonie.

LEADERSNET begleitete die Programmpräsentation. Einen Eindruck können Sie mittels Galerie hier und hier gewinnen.

www.herbstgold.at

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