Fotos & Video zum "Tag des Apfels"
Hofer gewährte einen Blick hinter die Kulissen des heimischen Obstbaus

Anlässlich des bevorstehenden "Tags des Apfels" rückte der Diskonter zwei steirische Familienbetriebe in den Fokus. Im Mittelpunkt standen besondere Sorten, neue Lösungen gegen Wetterextreme und die Bedeutung langfristiger Partnerschaften zwischen Landwirtschaft und Handel. LEADERSNET.tv war vor Ort und fragte nach, was einen guten Apfel ausmacht.

Kaum ein Obst landet in Österreich so oft im Einkaufskorb wie der Apfel – statistisch kommt jede:r Österreicher:in auf 15 bis 20 Kilogramm im Jahr. Anlässlich des "Tags des Apfels", der heuer am 13. November begangen wird, gab Hofer nun gemeinsam mit langjährigen Lieferant:innen Einblick in den heimischen Apfelanbau. Im Mittelpunkt standen zwei Betriebe aus der Steiermark: Der eine ist der Bio-Apfelbetrieb der Familie Tauß, der für die Hofer-Eigenmarke "Zurück zum Ursprung" produziert, der andere ist der konventionelle Obsthof der Familie Hadler, der gemeinsam mit dem Vermarktungspartner M&P Obstbau eine traditionelle Sorte neu positioniert.

Heimische Herkunft als Grundprinzip

Für Philipp Lang, Einkaufsleiter Obst und Gemüse bei Hofer Österreich, steht die heimische Herkunft im Vordergrund: "Hofer bezieht sowohl die 'Zurück zum Ursprung'-Bio-Äpfel als auch den Großteil seiner konventionellen Äpfel von österreichischen Produzent:innen. Wir sind stolz darauf, mit unseren Zulieferbetrieben seit vielen Jahren so eng zusammenzuarbeiten. Regionalität und Frische können nur durch starke heimische Landwirtschaft gelebt werden." Die Eigenmarke "Zurück zum Ursprung" arbeitet seit 20 Jahren mit heute rund 5.000 heimischen Bäuer:innen zusammen. Mit "Prüf Nach!" hat sie einen eigenen Standard, der in vielen Punkten strenger ist als die EU-Bio-Verordnung.

Einer dieser Betriebe gehört der Familie Tauß aus Etzersdorf, die seit 1969 Äpfel anbaut und ihre rund fünf Hektar seit 2016 biologisch bewirtschaftet. "Wenn man im Supermarkt steht und seinen eigenen 'Zurück zum Ursprung'-Apfel im Regal sieht, ist das ein ganz besonderer Moment. Der Bio-Anbau prägt unseren gesamten Betrieb, von der Pflege der Böden und Bäume über den Umgang mit der Natur bis hin zur Ernte", meint Josef Tauß. Humusreiche Böden, die mehr Wasser speichern, und gezielt geförderte Artenvielfalt sollen die Anlagen dabei langfristig widerstandsfähig machen, denn Bestäuberinsekten und ein aktives Bodenleben gelten als Grundlage für gesunde Bäume.

Klimawandel erfordert neue Lösungen

Wetterextreme wie Frost und starke Trockenheit nehmen auch im Obstbau zu, Bio- sowie konventionelle Betriebe rüsten daher auf. Frostberegnung ist vielerorts Standard, Hagelnetze schützen vor Unwettern und zugleich vor zu starker Sonne, und Tröpfchenbewässerung bringt das Wasser gezielt zu den Bäumen. Der Obsthof Hadler beispielsweise plant zudem Speicherteiche und neue Wasserversorgungssysteme.

Bei "Zurück zum Ursprung" kommt das Projekt "Landwirtschaft der Zukunft" hinzu, in dem mit wissenschaftlicher Begleitung Maßnahmen für Klimaschutz und Klimaanpassung erprobt werden, und zwar ohne den Zukauf von Kompensationszertifikaten. Im Obstbau sollen etwa elektrische Arbeitsplattformen und Fahrzeuge fossile Energieträger ersetzen, autonome Sprühgeräte arbeiten präziser und sparsamer.

Vielfalt statt Einheitsapfel

Abseits von klassischen Sorten wie Gala und Golden Delicious kultivieren die "Zurück zum Ursprung"-Betriebe etwa auch Elstar, Santana, Arlet, Pinova, Topaz oder Kronprinz. Diese Sorten kommen unter anderem in der Vielfaltstasse, der Apfeltasse und der Minitasse ins Regal und machen die Bestände zugleich widerstandsfähiger. Für den Umstieg auf eine neue Sorte muss heute übrigens nicht mehr gerodet werden: Bei der sogenannten Umveredelung wird sie direkt auf den bestehenden Baum gepfropft. Das spart Ressourcen, die neue Sorte trägt schneller, und das gewachsene Wurzelwerk versorgt den Baum auch in Trockenphasen.

Einen eigenen Weg geht Hofer gemeinsam mit M&P Obstbau beim Berggolden. Dabei handelt es sich um einen Golden Delicious aus steirischen Lagen oberhalb von 600 Metern Seehöhe, der unter anderem am rund 50 Hektar großen Obsthof Hadler wächst. Das kühlere Klima lässt die Früchte langsamer reifen, sorgt für mehr Aroma und rote Backen und macht aus der vermeintlichen Allerweltssorte eine Spezialität mit klarer Herkunft.

Planbarkeit für Familienbetriebe

Viele heimische Obstbaubetriebe sind Familienunternehmen, deren Wissen über Generationen weitergegeben wurde. Hofer, M&P Obstbau und die angeschlossenen Produzent:innen setzen auf regelmäßige Betriebsbesuche und direkten Austausch, um Probleme früh zu erkennen und gemeinsam zu lösen. "Unser Betrieb zeigt, was möglich ist, wenn Landwirtschaft und Handelspartner wie Hofer langfristig zusammenarbeiten. Unser traditionsreicher steirischer Familienbetrieb hat wieder wirtschaftliche Sicherheit und kann sich weiterentwickeln. So kann ich ihn nun in dritter Generation weiterführen", erklärt Obstbauer Maximilian Hadler.

Im Gespräch mit LEADERSNET.tv erläutert Lang, wie Hofer diese Partnerschaften gestaltet: "Wir versuchen immer, die Zusammenarbeit auf Augenhöhe zu gestalten. Das heißt, wir machen eine Saisonplanung über mehrere Jahre, damit die Bäuer:innen auch wissen, worin wir investieren wollen, wohin wir gehen und welche neuen Sorten relevant sind. Und wichtig ist, dass am Schluss für alle Seiten ein Geschäft herauskommt, von dem man leben kann und das für uns alle nachhaltig ist."

Unsere Interviewpartner:innen

Neben Philipp Lang (Einkaufsleiter Obst und Gemüse bei Hofer Österreich), Josef Tauß (Zurück zum Ursprung-Bio-Apfelbetrieb) und Maximilien Hadler (Obstbau Hadler) holte LEADERSNET.tv auch noch Richard Maier (Verkauf und Vermarktung M&P Obstbau GmbH), Hansjörg Loder (stv. Obmann "Von Herzen" Biobauern) und Hannes Schaffler (Geschäftsführer "Von Herzen" Biobauern) vor die Kamera.

Eindrücke finden Sie zudem in der Galerie.

www.hofer.at

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