Anschluss ans Fernkältenetz
Hotel Sacher kühlt Zimmer ab sofort klimafreundlich

Mit dem Anschluss ans Fernkältenetz sollen in Zukunft bis zu 70 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart werden. Bei den luxuriösen Ringhotels ist das Traditionshaus der Vorreiter.

Vor Kurzem wurde das traditionsreiche Hotel Sacher an das Wien Energie Fernkälte Netz angeschlossen. Das Luxushotel wird ab sofort von der Zentrale am Stubenring mit umweltfreundlicher Fernkälte versorgt.

"Die Anbindung des renommierten Hotel Sacher an unser Fernkältenetz ist ein herausragendes Beispiel dafür, wie Tradition und moderne Umwelttechnologien gemeinsam funktionieren können. Diese Maßnahme unterstreicht Wiens führende Rolle in der Implementierung nachhaltiger Energielösungen und demonstriert unser kontinuierliches Engagement für den Klimaschutz", so Peter Hanke, Stadtrat für Wirtschaft, Finanzen und Wiener Stadtwerke.

70 Tonnen CO2 Einsparung

Zukünftig soll der Fernkälte-Anschluss das Sacher mit 1,4 Megawatt Kühlleistung versorgen und jährlich 70 Tonnen CO2 einsparen.

"Für Wien Energie steht Klimaschutz an erster Stelle. Gerade in einer Großstadt wie Wien erweist sich die Fernkälte als ein alternatives, effizientes Kühlungssystem. Um klimafreundlich für Abkühlung zu sorgen, bauen wir unser Fernkältenetz kontinuierlich aus. Mit der Realisierung des Fernkälte-Rings um die Wiener Innenstadt diesen Sommer erreichen wir einen großen Meilenstein, der uns die Versorgung der gesamten Wiener Innenstadt mit klimafreundlicher Fernkälte ermöglicht. Bis 2027 investieren wir rund 90 Millionen Euro in die umweltfreundliche Kühltechnologie", sagt Michael Strebl, Vorsitzender der Wien Energie-Geschäftsführung.

Luxushotellerie und Nachhaltigkeit ist kein Widerspruch

Luxus und Nachhaltigkeit wurden in der Vergangenheit oft als Gegensätze betrachtet. Dabei wurden Luxushotels mit verschwenderischem Ressourcenverbrauch assoziiert. Heute sei das anders, vor allem vor dem Hintergrund, dass sowohl bei Gästen als auch bei Unternehmen und Mitarbeiter.innen das Bewusstsein für die ökologischen und sozialen Herausforderungen immer mehr wächst.

Sacher gründete vor mehreren Jahren das Projekt "Sacher mit Verantwortung". Die Agenda umfasst den Verbrauch aller Ressourcen, zahlreiche Mitarbeiter:innen sind involviert, mit dem Ziel der Reduktion von Verbrauch, ohne dabei den Komfort von Gästen zu reduzieren. "Als Eigentümerfamilien ist es uns ein Anliegen und nicht nur eine Pflicht, dass wir Nachhaltigkeit und Komfort nahtlos miteinander verbinden. Die Anbindung an das Wiener Fernkältenetz ermöglicht es uns, unseren Gästen selbst an den heißesten Tagen eine angenehme Kühlung zu bieten - und das mit einem klaren Bekenntnis zum Umweltschutz. Dies zeigt, dass Luxus und nachhaltiges Handeln Hand in Hand gehen können", so Matthias Winkler, Geschäftsführer des Hotel Sacher und fügt hinzu: "Wir sind erst am Anfang unserer Reise, aber der heutige Tag ist ein Meilenstein der Verantwortung".

Rund 200 Gebäude

Mit 30 Kilometer Fernkälteleitungen kühlt Wien Energie aktuell rund 200 Gebäude klimafreundlich und es sollen laufend mehr werden. Bis 2030 soll sich die Kapazität der Fernkälte von rund 200 Megawatt Kühlleistung auf 370 Megawatt fast verdoppeln. Damit soll Wien Energie dann eine Fläche von 7,3 Millionen Quadratmetern kühlen. Zu den bereits mit Fernkälte versorgten Gebäuden zählen unter anderem die Universität Wien, die Nationalbank, das Allgemeine Krankenhaus Wien, das Parlament, das Rathaus, das Museum für angewandte Kunst (MAK), der Austria Campus, die Wiener Staatsoper sowie zahlreiche Hotels und auch mehrere hundert Neubau-Wohnungen.

www.sacher.com

www.wienenergie.at

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