Video
Eröffnungsrede von Kulturminister Andreas Babler bei den Bregenzer Festspielen
Auch Andreas Babler hob die Bedeutung der Bregenzer Festspiele als Zeichen dafür hervor, was durch gemeinsames Engagement entstehen könne. Aus bescheidenen Anfängen mit zwei Schotterschiffen habe sich in acht Jahrzehnten die größte Seebühne der Welt entwickelt. Das zeige, dass Zukunft dort entstehe, wo Menschen bereit seien, Ideen zu verwirklichen, anstatt zu resignieren.
Zugleich bezeichnete der Vizekanzler und Kulturminister Kunst als wichtigen Impulsgeber für gesellschaftliche Debatten. Sie könne Entwicklungen sichtbar machen und Fragen aufwerfen, noch bevor eine Gesellschaft bereit sei, sich ihnen zu stellen. Angesichts geopolitischer Krisen, der Klimakrise, zunehmender gesellschaftlicher Polarisierung und schwindenden Vertrauens in demokratische Institutionen sprach sich der Vizekanzler gegen autoritäre Tendenzen aus. Die Antwort auf diese Herausforderungen könne nur in einer starken, selbstbewussten Demokratie liegen. Auch die beiden diesjährigen Produktionen – von der Werkstattproduktion "Yum!" bis zur Seebühnenpremiere von "La traviata" – griffen Fragen auf, die weit über das Musiktheater hinausreichten.