Apple büßt Dominanz bei Tablets ein

| 06.11.2012

Marktanteile fallen.

Nachdem Apple seine Dominanz auf dem Smartphone-Markt bereits eingebüßt hat, wackelt jetzt langsam auch der Thron im Tablet-Segment. Im dritten Quartal 2012 fiel der Marktanteil der iPads von 65,4 auf 50,4 Prozent, wie Marktforscher IDC berichtet. Gleichzeitig vermeldet die Konkurrenz mit ihrem breiten Angebot und Niedrigpreisen erstmals wirkliche Erfolge im Bereich der Tablet-Computer. Zwar hat Apple mit dem neuen iPad Mini derzeit ein heißes Eisen im Feuer und hofft auf ein gutes viertes Quartal, der Trend zeigt aber trotzdem nach unten.

Harter Kampf

Während Apple Marktanteile verloren hat, ist der Anteil der Geräte, die mit Googles Android-Betriebssystem laufen, zuletzt gestiegen. Der koreanische Hightech-Konzern Samsung, der auch auf dem Smartphone-Markt Apples schärfster Konkurrent ist, konnte seinen Marktanteil bei den Tablets auf 18 Prozent steigern. Das ist das größte Stück vom Kuchen, das je von einem Apple-Konkurrenten gewonnen werden konnte, wie das Wall Street Journal berichtet. Aber auch Amazon und Asus kratzen bereits an der Schwelle zu zweistelligen Marktanteilen.

Zwar ist ein Teil des rückläufigen Marktanteils auf Kunden zurückzuführen, die auf die Veröffentlichung des iPad Mini warten wollten, aber die zunehmende Konkurrenz und der sich differenzierende Tablet-Markt machen Apple definitiv zu schaffen. Die Mitbewerber haben heute eine breite Produktpalette mit Geräten in verschiedenen Größen und diversen technischen Merkmalen. Zudem subventionieren die anderen Anbieter ihre Geräte teilweise und bieten sie zu Kampfpreisen an, während Apple seiner Hochpreis-Politik treu bleibt. Der Unterschied in der technischen Ausstattung sinkt, der im Preis bleibt aber bestehen.

Eigene Chips statt Intel-Prozessoren

Apple arbeitet laut einem Medienbericht gezielt daran, auch in seinen Computern auf eigene Chips statt der heutigen Prozessoren von Intel umzusteigen. Dabei geht es um einen grundsätzlichen Wechsel zur Architektur des britischen Entwicklers ARM, die heute bereits so gut wie alle Smartphones und Tablets antreibt, berichtete Bloomberg. Apple könnte damit eine einheitliches Plattform für alle Produkte anbieten: Software für iPhone und iPad muss heute für den Mac umprogrammiert werden. (pte/red)

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