Sony streicht erstmals Dividende

| 17.09.2014

Milliardenverlust befürchtet -  Mieses Smartphone-Geschäft.

Der japanische Elektronik-Riese hat eine drastische Gewinnwarnung ausgegeben. Statt mit einem Nettoverlust von 50 Milliarden Yen rechnet das Unternehmen fast mit dem Fünffachen. Grund sei unter anderem eine Abschreibung in der Mobilfunksparte in Höhe von umgerechnet 1,3 Milliarden Euro.

Wie Sony-Chef  Kazuo Hirai ankündigte, werden angesichts der schlechten Verkaufszahlen bei Smartphones in dieser Sparte 15 Prozent der Jobs gestrichen, rund 1000 Beschäftigte sind davon betroffen. Auch kündigte er an, dass Sony erstmals seit dem Börsengang 1958 keine Dividende an seine Aktionäre zahlen werde.

Fokus auf Premium-Markt

Das Unternehmen möchte nun mit einer neuen Smartphone-Strategie gegensteuern. Sony werde sich in "gewissen Regionen" auf die teuren Smartphone-Modelle konzentrieren und die Zahl der Modelle in der mittleren Preisklasse reduzieren. Der Konzern wolle bei den Kunden unter anderem mit längeren Akkulaufzeiten und wasserfesten Gehäusen punkten. "Der Premium-Markt bleibt am wichtigsten für uns", sagte Sony-Mobile-Chef Kunimasa Suzuki. Außerdem setzt er auf tragbare Geräte wie das vernetzte Armband Talk. (jw)

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