Peter Spak

Eigentümer, Geschäftsführer
1210 Wien, Otto-Beyschlag-Gasse 3
Tel. +43 1 258 23 51
p.spak@hink-pasteten.at

Hink Pasteten

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Peter Spak

Firma: Hink GmbH
Position: Eigentümer, Geschäftsführer

Der Start ins Berufsleben verlief für Peter Spak etwas holprig. Nachdem er die HTL in Mödling aufgrund zu großer Begeisterung abgebrochen hatte, schnupperte er erst einmal im elterlichen Betrieb.

Es war ihm jedoch sofort klar, dass eine Ausbildung zu folgen hat. Mit etwas Glück durfte er als erster Lehrling bei Reinhard Gerer im legendären Restaurant „Korso“ tolle Erfahrungen sammeln. „Während der drei Jahre als Kochlehrling lernte ich effizient zu arbeiten, zu schmecken und was echtes Teamwork bedeutet,“ erinnert sich Peter Spak. Danach schlug er einen lebensmittel-chemischen Weg ein und lies sich in der Rosensteingasse zum Lebensmitteltechnologen ausbilden. „Danach engagierte ich mich mit vollem Elan vorrangig im Betrieb in der Produktentwicklung und Qualitätssicherung und lernte das Unternehmen in allen Facetten, Einkauf, Verkauf, also von Grund auf, kennen. Dazu setzte ich permanent auf Weiterbildungen, um mich punktuell auf die Aufgaben vorzubereiten. Auch die zwei Jahre Business Successor in Hernstein verliefen für mich sehr spannend.“ Im Endeffekt entwickelten Vater und Sohn das Unternehmen permanent weiter, bauten es aus, es kam eine tschechische Niederlassung, eine Produktionsstätte dazu. Sie teilten bereits die Geschäftsführung, was in einem Familienbetrieb nicht auf einmal, sondern eher gleitend abläuft, weil der Sohn erst als Stütze und Unterstützung für den Vater agiert und so noch Zeit hat, sich selbst weiterzuentwickeln.

Als Anton Hink 2008 in den Ruhestand trat und sich in seiner Familie keinen Nachfolger fand, kauften die Spaks die Firma Hink Pasteten, mit dem Ziel, diesen starken Namen wieder zu altem Glanz zu verhelfen. Mit viel Engagement und Kreativität gelang es ihnen, diese Produktgruppe wieder zu beleben. Derzeit beliefert das Unternehmen 65 Prozent der Hink-Produkte in die Gastronomie und 35 Prozent in den gehobenen Einzelhandel. Dem Zeitgeist entsprechend setzte die Firma stark auf Regionalität. Vor allem in Bezug auf Rohstoffe und Nachhaltigkeit, denn in den letzten Jahren änderte sich das Ernährungsbewusstsein gravierend.

„Jetzt sind wir mit einem jungen Team in eine neue Ära in diesem Segment eingetreten. Wir verfolgen zwei Produktlinien. Die eine ist für den Einzelhandel bestimmt, sie gestaltet sich in 50 Prozent Glasware und 50 Prozent Frischware, während es sich bei den Gastronomiepartnern ausschließlich um Frischware, abgesehen von Frühstücksgläsern, handelt. Der Vertrieb wird hauptsächlich über den Großhandel abgedeckt, wobei wir Wien und Umgebung und speziell die Hotellerie, selbst betreuen. Das Hink-Sortiment besteht aus Pasteten und Terrinen, die sich durch die Rohstoffe Fisch und Fleisch unterscheiden, wobei sich Fleisch wiederum in Wild, Kalb und Schwein unterteilt. Mit unterschiedlichen Abwandlungen durch Rezeptzusammenstellungen, saisonalen Rohstoffen und sehr wichtig, durch den hohen handwerklichen Aufwand. Mit Rollpasteten, Galantinen mit eingelegtem Filet, mit verschiedenen Fleischfarcen, etwa durch Spinat grüngefärbt, wollen wir schon beim Hinsehen den Gusto wecken,“ erläutert Peter Spak die Firmenphilosophie.

Die Produktionsstätte befindet sich seit 1971 im 21. Bezirk in Wien. Nach der Übernahme wurde das Gebäude generalsaniert, um auch den lebensmittelhygienischen Anforderungen des 21. Jahrhunderts zu entsprechen. So wie die Marke eine gute Ausgangsbasis darstellte, erwies sich auch die Liegenschaft als geeignet, um erfolgreich weiterzuarbeiten. „Als verantwortungsvolle Geschäftsleute sind wir an gesunder Expansion interessiert, allerdings nicht auf Kosten der Qualität. Wir bleiben unserer handwerklichen Produktion treu und deshalb ist es nicht möglich, auf Knopfdruck den einen oder anderen Großauftrag zusätzlich anzunehmen, weil wir es volumenmäßig nicht schaffen könnten. Deshalb verfolgen wir das Konzept, stetig, jedoch im Kleinen zu wachsen, wir verfügen in Österreich, Deutschland und in der Schweiz über einen guten Kundenstock und beginnen jetzt in Norditalien.“ Das Unternehmen pflegt sein Nischendasein und steigt deshalb keinesfalls weder in eine Massenproduktion oder eine halbautomatisierte Produktion ein, denn das würde weniger Flexibilität bedeuten.

„Gerade diese Flexibilität in den Produktgruppen und der Produktvielfalt, die wir mit ungeheurem Aufwand betreiben ist unsere große Stärke. Wir produzieren an die 200 verschiedenen Frischprodukte und 150 Glasprodukte, wenn wir auf Automatisierung setzen würden, müssten wir etwa 70 Prozent der Produkte sofort auflassen. Dann würden wir beginnen, uns mit großen deutschen, französischen und belgischen Betrieben zu matchen, ohne auch nur die geringste Chance auf Erfolg. Insofern befinden wir uns in einer glückseligen Nische, in der es nicht um Volumensgeschäfte geht und wollen dort auch bleiben. Das große Wachstum mit Großaufträgen ist also nicht möglich, deshalb setzen wir auf stetige Steigerung, immer mit der Qualität und Regionalität im Fokus. So können wir den Zeitgeist, das was den Konsumenten wichtig ist, relativ flott umzusetzen.“

Lesen Sie mehr über Peter Spak im leadersnet.at Karriere-Interview.

http://www.hink-pasteten.at

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