Luxuskonzern Kering stößt Puma-Aktien ab

| 27.05.2021

805 Millionen Euro für den Eigentümer von Marken wie "Gucci" und "Yves Saint Laurent".  

Kering war bis 2018 Mehrheitsaktionär bei Puma, zog sich dann aber aus dem Sportartikelhersteller zurück, weil er nicht mehr in das Konzept des Luxuskonzerns passte. Jetzt hat der Eigentümer von Marken wie "Gucci" und "Yves Saint Laurent" über Nacht 8,9 Millionen Puma-Aktien für insgesamt 805 Mio. Euro an institutionelle Investoren verkauft. Die Papiere seien zu 90,30 Euro platziert worden (3,5 Prozent unter dem Schlusskurs vom Mittwoch), so der Konzern in einer Aussendung. 

Kering und Artemis (29 Prozent liegen, seit Kering vor drei Jahren die Mehrheit an die eigenen Aktionäre abgegeben hat, bei Artemis, der Familienholding des Milliardärs Francois-Henri Pinault) haben sich verpflichtet, in den nächsten drei Monaten keine weiteren Puma-Aktien zu platzieren. Mit dem Teilausstieg von Kering steigt der Streubesitz des Konzerns auf 66,7 Prozent. 

Luxus im Allzeithoch

Kering ist vor allem mit Gucci ganz vorne dabei: Die Erlöse des Labels schnellten im ersten Quartal 2021 in Asien um 78 Prozent in die Höhe. Der Gesamtumsatz legte um 25 Prozent auf 3,9 Milliarden Euro zu. Damit kann Kering die Erwartungen und auch das Vorkrisenniveau vom ersten Quartal 2019 um 5,5 Prozent übertreffen.

Wie geht es mit Puma weiter?

Das erst einen Tag vor Bekanntgabe dieses Schrittes markierte Allzeithoch bei 94,86 Euro rückt für Puma damit wieder in die Ferne. Die starken Zahlen und der optimistische Ausblick dürften einem Bericht des Aktionär zufolge dem Papier aber mittel- bis langfristig den Rücken stärken.

Ebenso würden sich so  die Chancen von Puma, bei der Erweiterung des Dax auf 40 Werte im September in den deutschen Leitindex aufzusteigen, vergrößern. Das Sportartikelunternehmen hat einen Börsenwert von mehr als 14 Milliarden Euro.

Puma ist jedenfalls bis dato besser durch die Coronakrise gekommen als so mancher großer Mitbewerber. Die Umsätze im ersten Quartal  sind währungsbereinigt um 26 Prozent auf rund  1,5 Milliarden Euro geklettert, so CEO Björn Gulden. Der operative Gewinn hat sich (auf 154 Millionen Euro) mehr als verdoppelt. (jw)

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