Macht Supreme wirklich alle hip?

| 05.03.2019

Sogar Europas älteste Porzellanmanufaktur, Timberland und Swarovski arbeiten mit dem Label zusammen - Birkenstock spricht von Prostitution. 

Alles rot färben und das Logo "draufklatschen" - böse Zungen beschreiben so die Marke Supreme. Doch der Erfolg gibt dem 25 Jahre alten Label recht, nicht mehr nur Hipster stehen auf die Marke mit dem markanten roten Rechteck, dem sogenannten box logo, sondern auch namhafte Unternehmen stellen sich für Kooperationen an. Die Kollaborationen gehen zwar mit einem Verlust an Street Credibility einher, reichen aber  von anderen Modelabels wie beispielsweise Louis Vuitton über Fotografen bis hin zu Musikstars.

 "Man kann sich einfach nicht über New Yorker Männermode unterhalten, ohne dabei Supreme zu nennen, weil es solch ein riesiges, globales Phänomen ist. Als ich noch jung war und an der Universität, habe ich in einer Firma in London Pakete von Supreme ausgepackt, die dann von der Firma vertrieben wurden. Ich kenne Supreme also schon mein ganzes Leben lang. Ich habe das Gefühl, dass ihr Stil mit dem eleganten Stil von Louis Vuitton mit diesem Pop-Art-Einfluss ganz wunderbar harmoniert", so Kim Jones, Leiter der Männerkollektionen von Louis Vuitton.

Angeblich will Supreme mit Swarovski seinen Stücken bald ein edles Funkeln verpassen. Auch vor Gegenständen macht die Marke nicht Halt - sogar ein Flipperautomat mit Allover-Branding wurde für 10.000 Euro zum Verkauf angeboten.

 
 
 
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Spring/Summer 2018 Supreme®/Stern® Pinball Machine ???? @kings0l0m0n

Ein Beitrag geteilt von Supreme (@supremenewyork) am Feb 11, 2018 um 8:01 PST

 

Nun wagt sich das Label in den Traditions-Olymp und kooperiert mit Meissen. Der klassische Meissener-Porzellanengel nach einem 139 Jahre alten Entwurf von Johann Pollack trägt ein T-Shirt von Supreme und soll so zum coolen Hipster-Sammlerstück werden.

"Respekt für die Historie und Mut zum Stilbruch ist unsere Devise",so die Meissen Kreativdirektoren Otto Drögsler und Jörg Ehrlich unisono.

Birkenstock sagt Nein

Neben Timberland hat die New Yorker Brand auch ein weiteres Traditionshaus im Visier: Birkenstock. Doch die Rechnung wurde wohl ohne Birkenstock-Chef Oliver Reichert gemacht: "Für uns gäbe es dabei keinen Nutzen, weil so was einfach nur Prostitution ist", soll er Insidern zufolge gesagt haben. (red)

www.supremenewyork.com

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