Sternekoch Amador: "Weihnachten ist ein Fest der Geselligkeit, kein Küchenwettstreit"

| 11.12.2018

Der Profi gibt Tipps zum Festessen, erzählt warum es am Heiligen Abend sogar Restaurant-Wartelisten gibt und verrät, dass er am 24.12. Würstel isst. 

Der Advent, eine vermeintlich stille und besinnliche Zeit, entpuppt sich für viele als genau das Gegenteil davon. Stress im Job, Besorgungen für den Heiligen Abend – und dann ist da noch das Weihnachtsmenü, das geplant und gekocht werden muss. Dass sich viele private Gastgeberinnen und Gastgeber damit überfordert fühlen, ist klar. Daher liegt es im Trend, das Kochen am 24. Dezember Profis zu überlassen. Sternekoch Juan Amador plädiert dafür, das gesellige Beisammensein mit Familie und Freunden in den Mittelpunkt zu stellen und sich nicht mit dem Streben nach dem perfekten Festessen zu stressen. „Aus meiner Sicht sollte das Zusammentreffen im Mittelpunkt stehen und nicht die Frage, wer das perfekte Weihnachtsmenü zubereitet hat“, sagt Sternekoch Juan Amador.

Viele gehen ins Restaurant - es gibt sogar Wartelisten

Um wirklich Zeit füreinander zu haben und völlig entspannt zu genießen, interessieren sich immer mehr Menschen dafür, am Weihnachtsabend in ein Restaurant essen zu gehen. „Ich hätte mir das früher nicht gedacht, aber wir sind am 24. Dezember komplett ausreserviert und führen sogar eine Warteliste“, berichtet Amador, Gastgeber in seinem Restaurant Amador in Wien Döbling. Ebenso im Trend liegt es, sich einen Profi-Koch für die Feier zu Hause zu mieten, der sich im Stile eines Party-Service vom Einkauf bis zum Abwasch um alles kümmert. Viele Restaurants bieten mittlerweile auch ein Take away-Service an, bei dem vorportionierte Gerichte inklusive Beilagen abholbereit sind und daheim nur noch erhitzt werden müssen. All das reduziert den Stress am Heiligen Abend, nach einer für die meisten von uns ohnedies schnelllebigen Vorweihnachtszeit.

Gans und Karpfen sind kein Muss

Wer dennoch lieber selbst für Familie und Freunde zu Hause kochen möchte, dem empfiehlt Sternekoch Amador, ein Gericht zu wählen, das man gut vorbereiten und leicht portionieren kann. Zudem ermutigt er, offen für Neues zu sein und Gans und Karpfen auch einmal von der privaten Menükarte zu nehmen. „Ich finde, dass man sich ruhig ein bisschen von den klassischen Weihnachtsgerichten lösen sollte. Eine schmackhafte vegetarische Alternative ist zum Beispiel Risotto mit Trüffel“, so Amador. Wer sich sorgt, dass sein Menü womöglich nicht festlich und außergewöhnlich genug ist, dem legt Amador eine private Anekdote aus seiner Heimat im Schwabenland ans Herz: „Bei uns daheim gab es an Heiligabend immer das einfachste Essen, nämlich Frankfurter mit Kartoffelsalat." (red)

restaurant-amador.com

 

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