Extravaganter geht's nicht: Neue Messe "Grand Basel" punktet mit automobilen Meisterstücken

| 10.09.2018

Sammler, Händler, Connaisseure und Superreiche tauschen sich über das Garagengold aus - Managing Director Mark Backé erläutert das Konzept, Lapo Elkann ist mit an Bord. 


Dieser Tage feiert die Grand Basel ihre Premiere. Mehr als 100 Fahrzeuge werden auf 32.000 Quadratmetern gezeigt: Rennsport- und Filmlegenden finden sich dabei ebenso wie  ausgefallene Unikate, kulturprägende Klassiker und erstmals auch eine handgefertigte zeitgenössische Sonderkarosserie.

Warum die neue Automobilmesse eine einzige Show ist, die das Auto im kulturellen Kontext von Kunst, Design, Architektur und Lifestyle präsentiert, erklärt Managing Director Mark Backé. 

Luxury News: Worin unterscheidet sich die Grand Basel von anderen Automessen?

Backé: Mit der Grand Basel  lancieren wird eine einzigartige Automobilshow, deren Fokus auf automobilen Meisterstücken liegt. Damit bieten wir eine internationale Plattform für ein anspruchsvolles Publikum aus Sammlern, Experten, Händlern, Herstellern und Autoliebhabern, die sich an der Grand Basel austauschen können.

Wir bieten ein neuartiges Konzept, bei dem wir die bedeutendsten und wertvollsten Automobile im kulturellen Kontext von Architektur, Kunst und Design präsentieren. Absolutes Novum ist unser Kuratorium, geleitet von Herrn Professor Paolo Tumminelli, der zusammen mit seinem Advisory Board, völlig frei und unabhängig sämtliche Fahrzeuge kuratiert und damit die Qualität durch eine strengen Kriterien genügende Auswahl sicherstellt.

Luxury News: Warum beschreiten Sie neue Wege? 

Backé: Für uns stellt das Kuratorium eine Instanz dar, die sich intensiv mit der Güte und der Authentizität aller Exponate beschäftigt. Damit garantieren wir interessierten Sammlern und Investoren ein Höchstmaß an Qualität und Sicherheit. Um nicht zu viele Fahrzeuge eines Typs oder Marke zu zeigen, liegt ein großes Augenmerk auf einem ausgewogenen Mix der ausgewählten Fahrzeuge. Unser Ziel ist es, jedes der fast 100 Exponate als eine Besonderheit zu präsentieren.

Luxury News: Wie beschreiben Sie das Setting?

Backé: Inspiriert von der Welt der Kunstgalerien, haben wir in den letzten 18 Monaten eine modulare Ausstellungsarchitektur für die Grand Basel konzipiert, die auf das Wesentliche reduziert ist. Damit haben wir einen Rahmen geschaffen, der frei von Überflüssigem - den Blick auf das Exponat lenkt. 

Luxury News: Können Sie uns die Zielgruppe kurz skizzieren?

Backé: Die Grand Basel richtet sich an eine anspruchsvolle Klientel, die gerne in Ruhe und Diskretion agieren möchte. Aufgrund dessen sind die ersten beiden Besuchstage denjenigen Sammlern vorbehalten, die eine Einladung zur Preview der Grand Basel haben.

 Luxury News: Hegen Sie auch Pläne, das Format an anderen Destinationen etablieren zu wollen?

Backé: Der Stil der Show Grand Basel hat mit dem oftmals nostalgischen Ambiente herkömmlicher Autoshows wenig gemeinsam. Der auffallende, homogene Stil wurde von der zeitgenössischen Architektur inspiriert, sodass die Fahrzeuge in einer Umgebung bewundert werden können, die an moderne Museen erinnert. Das Format  sieht daher  vor, dass Umsetzungen an verschiedenen Standorten weltweit Teil der Agenda sind. Künftig werden wir nicht nur in Basel, sondern auch in Miami und Hong Kong zu finden sein. Mit weiteren Städten sind wir derzeit im intensiven Gespräch.

www.grandbasel.com

 

 

Einige Exponate im Detail

Automobili Amos Integrale Speciale 2018
Das kleine Ingenieurunternehmen Automobili Amos, gegründet von Rennfahrer
Eugenio Amos, hat dem legendären Lancia Delta Integrale neues Leben
eingehaucht.

Ferrari 250 GT SWB Berlinetta 1960
Erstmals vorgestellt am Pariser Mondial de l’Automobile im Oktober 1959, war die 250 GT Berlinetta auf kurzem Radstand – dem "passo corto" – Ferraris Vision des archetypischen Rennwagens mit Straßenzulassung. Die Karosserieentwürfe
wurden von Pininfarina gezeichnet und von Scaglietti in Modena als Aluminiumoder Stahlausführung umgesetzt.

Lamborghini Miura 1968
Am 10. März 1966 läutete Lamborghini mit der Enthüllung des Miura eine neue Ära der Sportwagengeschichte ein. Mit seinem wegweisenden, zeitlosen italienischen Design ist der Miura auch heute noch der Inbegriff des Dolce Vita und der Swinging Sixties.

Pegaso Z-102 Serie II Cabriolet Saoutchik 1954
Ursprünglich bekannt als Hersteller von Lastwagen und Bussen, unternahm die
spanische Marke Pegaso 1951 mit zwei Prototypen eines neuen Modells – dem Z102 – ihren ersten Ausflug in die Welt der Sportwagen. Das Fahrzeug besaß einen von Wilfredo Ricart, dem ehemaligen Chefingenieur von Alfa Romeo,
massgefertigten V8-Motor und konnte wahlweise mit der Karosserie des ENESAHausteams, der Mailänder Carrozzeria Touring oder der französischen
Karosseriebaufirma Saoutchik bestellt werden.

Ferrari SP38 2018
Das erste Auto, das der Special-Projects-Abteilung von Ferrari zugeschrieben wird – der F430-basierte SP1 –, wurde 2008 vorgestellt. Unter der neuen Flagge dieses Sondermodellprogramms und zehn Jahre nach der Präsentation des ersten dieser Einzelstücke stellte Ferrari beim diesjährigen Concorso d’Eleganza Villa d’Este in Italien den unglaublichen SP38 vor.

Aston Martin DB4 GT Zagato 1961
Der Umstand, dem der Aston Martin DB4 GT Zagato letztlich seine Existenz
verdankt, ist der bittere Konkurrenzkampf zwischen Aston Martin und Ferrari in
den frühen 1960er-Jahren. Jahr um Jahr rangen die beiden Marken verbissen um jeden Sieg bei der Sportwagen-Weltmeisterschaft – mit direkten Auswirkungen auf den Erfolg im Showroom. Als Ferrari die ersten Variationen der 250 GT SWB Berlinetta vorstellte, wurde Aston Martin klar, dass sein DB4 GT-Modell leistungsstärker werden musste. Von einer Partnerschaft mit Zagato erwartete man sich nicht nur ein schön gestaltetes, sondern vor allem auch ein renntauglicheres Fahrzeug.

Cisitalia 202 SC 1947
Die von dem Industriellen und Amateurrennfahrer Piero Dusio gegründete
Automarke Cisitalia leitete ihren Namen von Dusios Konzern, Consorzio Industriale Sportivo Italia, ab. Nachdem sich seine Vorstellungen hinsichtlich eines agilen, leichten Fahrzeugs im ersten italienischen Nachkriegsrennen als richtig erwiesen hatten, stellte Dusio 1947 am Villa d’Este und einen Monat später am Pariser Mondial de l’Automobile seinen Sportwagen Modell 202 mit einer maßgefertigten Aluminiumkarosserie von Pininfarina vor.

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